Landecker Freestyler bereiten sich intensiv auf Olympia vor

Die Verabschiedung des Olympia-Teams in Wien, im Bild zu sehen: Karl Stoss (ÖOC Präsident), Lara Wolf, Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen, Lisi Gram, Vizekanzler und Sportminister Heinz-Christian Strache, Andy Gohl und Marco Ladner, (von links).
  • Die Verabschiedung des Olympia-Teams in Wien, im Bild zu sehen: Karl Stoss (ÖOC Präsident), Lara Wolf, Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen, Lisi Gram, Vizekanzler und Sportminister Heinz-Christian Strache, Andy Gohl und Marco Ladner, (von links).
  • Foto: Freeski Austria
  • hochgeladen von Daniel Schwarz

BEZIRK LANDECK. Österreich wird bei den olympischen Winterspielen im Biathlon, Bob, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Langlauf, Nordischer Kombination, Rodeln, Skeleton, Ski Alpin, Ski Cross, Skispringen, Snowboard und Ski Freestyle vertreten sein. Bei letzterer Disziplin sticht der Bezirk Landeck besonders hervor, der Grund: Mehr als zwei Drittel der Olympiateilnehmer (Melanie Meilinger zählt auch zur Sparte Ski Freestyle, obwohl sie in der Disziplin „Buckelpiste“ startet) stammen aus dem Bezirk Landeck. „Dies beweist einmal mehr, dass nirgendwo im Land vergleichbare Trainingsangebote- und -strukturen für den Freestylenachwuchs vorhanden sind, mein Anliegen ist es aber, dass überall im Land vergleichbare Strukturen aufgebaut werden“, so Trainer Christoph Giggo Wolf, der noch hinzufügt: „Die gute Arbeit des ÖSV ist jedenfalls anzurechnen“. Lediglich einen kleinen Kritikpunkt spricht der Freestyle-Trainer und stellvertretende TSV-Bezirksreferent an: „Die Trainings könnten teils eine Spur individueller gestaltet werden.“ Grund zur Freude gibt’s aus Sicht des Freestyle-Initiatoren dennoch: Vier seiner Sprösslinge haben es geschafft und konnten sich bei den Qualifikations-Weltcupbewerben gegen die Konkurrenz durchsetzen.

„Zum Freestyle-Sport zurückgekehrt.“
Bei den Damen sind es die 21jährige Fließerin Lisi (Elisabeth) Gram, die in der Disziplin Halfpipe an den Start geht und die 17jährige Lara Wolf aus See in der Disziplin Slopestyle. „In dieser Saison hat sich bis jetzt alles um die Qualifikation gedreht, dadurch habe ich mir noch nicht allzu viele Gedanken über Ziele oder Erwartungen gemacht – aber natürlich werde ich mein Bestes geben und Österreich bestmöglich vertreten“, erklärt Lara Wolf.
Die Voraussetzungen bei den Damen für eine Olympia-Teilnahme sind nicht ohne: Eine Reihung unter den Top 25 der Freestyle-Weltrangliste ist ein Muss (bei den Herren sind es die Top 30). „Bei Lara lief es gut in der Weltcupqualifikation, abgesehen von den letzten Rennen – sie schaffte es auch ins Finale, einmal hat sie dieses knapp verpasst“, erzählt Trainer Christoph Giggo Wolf, der sich besonders freut, dass die Juniorenolympiade-Goldmedaillengewinnerin Lisi Gram zum Freestyle-Sport zurückgekehrt ist: „Sie hat ihre Karriere eigentlich beendet, wenige Jahre später konnten wir sie wieder überzeugen und sie schaffte es vom Bezirks-, in den Landeskader und schließlich wieder zum ÖSV.“ Die Sportlerin selbst erinnert sich: „Ich habe mich eigentlich sehr kurzfristig dazu entschieden, wieder einzusteigen, weil mir im Hobbysport immer das gewisse Etwas gefehlt hat und ich wusste, dass der richtige Zeitpunkt für ein Comeback gegeben war“ und: „Im Sommer durfte ich dann in Neuseeland meine Weltcupsaison eröffnen – im Moment bin ich sehr glücklich, dass ich die Olympia-Qualifikation trotz spätem Einstieg geschafft habe.“ Angesprochen auf die Ziele meint die Fließerin: „Ich versuche, die bestmögliche Leistung zu zeigen und unser Land gut zu vertreten.“

„Es wird nicht einfach.“
Für Andy Gohl ist diese Olympia-Teilnahme eine Besondere: „Ich bin jetzt 24 Jahre alt, es kann gut sein, dass diese Olympiade meine letzte ist.“ Gerade erst ist der St. Antoner gemeinsam mit Marco Ladner aus den USA Heim gekehrt, wo Weltcuprennen bestritten wurden. Der nächste Stopp war in Wien, wo am Mittwoch, dem 24. Jänner die Verabschiedung durch den Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen in Wien anstand. „Danach werden wir noch trainieren, am 9. Februar fliegen wir nach Südkorea“, erzählt der 18jährige Mathoner Marco Ladner, der hinzufügt: „Durch die Weltcupeisätze sind wir gut vorbereitet, weitere Trainings sind jedoch noch notwendig.“ Andy Gohl erwartet in Südkorea eine „harte Konkurrenz“: „Es wird nicht einfach, bei den vergangenen Weltcups hat man gesehen, dass das Niveau sehr hoch ist.“
Lukas Müllauer ist übrigens der sechste österreichische Olympia-Teilnehmer in der Disziplin Freestyle (ebenfalls Halfpipe). Die Bewerbe finden am 17. Februar (Slopestyle Damen: 10 Uhr, MEZ 2 Uhr), am 20. Februar (Damen Halfpipe: 10.30 Uhr, MEZ 2.30 Uhr) und am 22. Februar (Herren Halfpipe: 11.30 Uhr, MEZ 3.30 Uhr) statt.
Neben den Freestylern ist besonders das Flirscher Slalomass Michael Matt ein heißer Medaillenanwärter – der Herren-Slalom findet ebenfalls am 22. Februar statt (10.15 Uhr, MEZ 2.15 Uhr).

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