AMS Landeck: Aufwärtstrend am Jobmarkt

Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt: AMS-Leiter Günther Stürz (Mi.) mit Stv. Andreas Kopp (re.) und Gerhard Kubin (li.).
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  • Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt: AMS-Leiter Günther Stürz (Mi.) mit Stv. Andreas Kopp (re.) und Gerhard Kubin (li.).
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BEZIRK LANDECK (otko). Im Rahmen einer Pressekonferenz zogen AMS-Leiter Günther Stürz, Stv. Andreas Kopp und der Gerhard Kubin, Abteilungsleiter der Beratungszone & Service für Unternehmen, vergangenen Dienstag Bilanz über das Jahr 2016 und gaben einen Ausblick auf das heurige Jahr.
"Das vergangene Jahr war erfreulich, da es eine deutliche Entlastung am Arbeitsmarkt im Bezirk Landeck gab. Die Arbeitslosigkeit ist feststellbar zurückgegangen und gleichzeitig die Beschäftigung wieder gestiegen", berichtet Stürz in seinem Jahresrückblick. Bei einem mittleren Stand von 19.715 unselbstständig Beschäftigten (+2,1 Prozent) waren im Jahr 2016 durchschnittlich 2.062 Arbeitslose (2015: 2.218) gemeldet.
"Die Arbeitslosenquote beträgt 9,5 Prozent und ist damit erstmals wieder unter die 10-Prozent-Marke gesunken", zeigt sich der AMS-Leiter erfreut. Zuletzt lag die Arbeitslosenquote 2008 bei 9,2 Prozent und infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise lag sie seither immer über der 10-Prozent-Marke. "Negativ wirkt sich der saisonale Arbeitsmarkt aber dahingehend aus, dass im Mai und Oktober/November Spitzenwerte bei der Arbeitslosigkeit erreicht werden. Dann kratzt der Bezirk jeweils an der 20-Prozent-Marke", erklärt Stürz. Allerdings liegt hier der Anteil jener, die eine Einstellungszusage haben zwischen 80 und 85 Prozent.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr von AMS Landeck 24,8 Millionen Euro an Unterstützungen ausbezahlt. Davon entfallen 22 Millionen Euro allein auf das Arbeitslosengeld. Der Rest umfasst unter anderem die Notstandshilfe, Bildungskarrenz, Altersteilzeit etc. Derzeit beträgt der durchschnittliche Tagessatz beim Arbeitslosengeld 31,70 Euro.

Geringe Langzeitsarbeitslosigkeit

"Im Vergleich der Bezirke in Tirol hat unser Bezirk mit Imst und Reutte die kürzeste Vormerkdauer in der Arbeitslosigkeit mit 57 Tagen zu verzeichnen", verweist Stürz. Im Vergleich dazu liegt diese im Bezirk Lienz durchschnittlich bei 172 Tagen.
Erfreuliche Zahlen gibt es auch beiden Jugendlichen bis 25 Jahren zu berichten. Dort ist die Arbeitslosigkeit um 12,4 Prozent gesunken. Im Gegensatz zu den strukturschwachen Bezirken gibt es in Landeck aber weniger Langzeitarbeitslosigkeit: Im Schnitt waren hier 30 Arbeitslose registriert. Einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gibt es auch bei den Ausländerinnen (-3,7 Prozent) und bei den über 50-jährigen. Dort ist die Zahl der Vorgemerkten erstmals wieder um 0,5 Prozent gesunken.

Starker Aufwärtstrend

Bei den gemeldeten offenen Stellen gab es 2016 eine satte Zunahme von 18,3 Prozent. "Schon 2015 war es gut und 2016 lief es noch besser. Der wirtschaftliche Aufwärtstrend hält an und auch jetzt gibt es gerade im Bau. und Baunebengewerbe schon eine starke Nachfrage nach zusätzlichen Mitarbeitern", informiert Stürz. Insgesamt konnten vom AMS Landeck 2016 3.814 (2015: 3.637) offene Stellen besetzt werden.
"Natürlich würde eine Verlängerung der Saisonszeiten für alle einen Vorteil bringen. Auch eine Dezentralisierung wäre sicherlich gut, um gerade die Abwanderung von höher Qualifizierten in die großen Ballungsräume zu stoppen", wünscht sich AMS-Leiter Stürz. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf das regionalwirtschaftliche Sonderförderungsprogramm im Oberen und Obersten Gericht wo innovative Sachen unterstützt werden.

Lehrlings- und Facharbeitermangel

Durchschnittlich elf vorgemerkten Lehrstellensuchenden standen 130 offene Lehrstellen gegenüber. "Einerseits merken wir bereits den demografischen Wandel und andererseits besteht ein gesellschaftlicher Druck eine höhere Schule zu besuchen. Zudem werden viele offene Lehrstellen von den Betrieben gar nicht mehr gemeldet", resümiert Stürz. Die Chance eine gute Lehrstelle zu finden sei so groß wie noch nie. Zusätzlich können auch in Mangelberufen (z. B. Installateur/in oder Koch/Köchin) AsylwerberInnen unter 25 Jahre einen Lehre machen.
Im Jahresdurchschnitt waren 132 Personen in Schulungen. Dem Facharbeitermangel wirkt das AMS auch mit Kursmaßnahmen und Qualifizierungen entgegen. In eignen Kursen für den Erwerb einer Lehrausbildung, wo der Lehrabschluss nachgeholt werden kann, gibt es 50 Plätze. Das AMS Landeck hat 2016 insgesamt 2,119 Millionen Euro (2015: 2,125 Mio. Euro) an Förderungen ausbezahlt. Davon wurden 850.000 Euro allein für Bildungsmaßnahmen aufgewendet.

Elektronisches Service

Ein zusätzliche Angebot für alle KundInnen stellte AMS-Leiter Stv. Andres Kopp vor. Mit dem eAMS-Konto können sämtliche Dinge von zuhause aus erledigt werden. "Dadurch entfallen gerade an Spitzenzeiten, wie nach dem Ende der Wintersaison, lange Wartezeiten. Bereits jetzt werden 12 Prozent der Anträge elektronisch eingebracht", so Kopp. Infos auf www.ams.at.

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