AMS Landeck: Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren

Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt: AMS-Leiter Günther Stürz (Mi.) mit Stv. Andreas Kopp (li.) und Gerhard Kubin (re.).
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BEZIRK LANDECK (otko). Im Rahmen einer Pressekonferenz zogen vergangenen Freitag AMS-Leiter Günther Stürz, Stv. Andreas Kopp und der Gerhard Kubin, Abteilungsleiter der Beratungszone & Service für Unternehmen, Bilanz über das Jahr 2017 und gaben einen Ausblick auf das heurige Jahr.
Nach 2016 gab es auch im vergangen Jahr einen deutlichen Rückgang bei der Arbeitslosigkeit. Durchschnittlich waren 1.892 Arbeitslose (2016: 2.062) im Bezirk gemeldet, was einem Minus von 8,2 Prozent (170 Personen) entspricht. Auf das Jahr gerechnet hat die Arbeitslosenquote bei 8,6 Prozent (2016: 9,5 Prozent). Damit liegt Landeck jetzt wieder im Österreichschnitt (8,5 Prozent). In Tirol liegt die Arbeitslosigkeit mit 5,5 Prozent aber deutlich niedriger, was sich mit der guten Entwicklung der Industrie im Unterland erklären lässt. Erstmalig wurden auch mehr als 20.000 unselbstständig Beschäftigte (+2,6 Prozent) verzeichnet. Im Gegensatz zu 2016 gab es auch um 25 Prozent mehr offene Stellen.
"Wir haben seit 20 Jahren die niedrigste Arbeitslosenquote im Bezirk Landeck. Man merkt das Anziehen der Wirtschaft in den letzten zwei Jahren", freut sich AMS-Leiter Günther Stürz über den Aufwärtstrend am Jobmarkt. Vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 lag die Arbeitslosenquote bei 9,2 Prozent. Dann gab es bis 2016 einen Anstieg auf 10,5 Prozent. Mit ein Grund für den Rückgang sind für Stürz auch die großen Baustellen im Bezirk wie das Gemeinschaftskraftwerk Inn, der Arlberg- und Perjentunnel sowie der Ausbau des Krankenhauses Zams. Zudem hat trotz der Krise der Tourismus immer funktioniert.

Saisonale Spitzen bleiben

Trotz des Trends nach unten bei der Arbeitslosigkeit ändert dies nichts an den saisonalen Spitzen. "Die ist durch die hohen Beschäftigungszahlen im Tourismus zu erklären", so der AMS-Leiter. Mit 3.599 arbeitslos gemeldeten Personen gab es im Mai 2017 ein Höchstwert. Dies entspricht einer Quote von über 18 Prozent. Den niedrigsten Stand bei den Arbeitslosen gab es im August mit 872 Personen. Landeck hat zusammen mit Imst und Reutte die kürzeste Vormerkdauer in den Arbeitslosigkeit in Tirol. Zum Vergleich beträgt jene in Lienz durchschnittlich 173 Tage.
Erfreulich sind auch die Rückgänge der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen bis 25 Jahren (-16,3 Prozent) und bei den AusländerInnen (-13,8 Prozent). "Hier hat es mehr Jobs und dadurch auch mehr Vermittlung gegeben. Auch bei den über 50-Jährigen gab es einen Rückgang. Wenn der Bedarf nach Arbeitskräften dringend ist, werden auch jene Personen gerne genommen" unterstreicht Stürz.
Bei den Schulungen gab es im vergangenen Jahr einen Anstieg um 12 Personen. Durchschnittlich waren 143 Personen in Schulung.

Facharbeiter und Lehrlinge gesucht

Trotzdem suchen die Firmen im Bezirk weiterhin händeringend nach FacharbeiterInnen und Lehrlingen. Derzeit werden rund 750 Lehrlinge ausgebildet, vor zehn Jahren lag die Zahl noch über 1.000. "Es gibt beste Aussichten als ausgebildeter Facharbeiter einen Arbeitsplatz im Bezirk zu finden", verweist der AMS-Leiter. Bei der Personalsuche im Toruismus gab es laut Stürz in Landeck "nicht das große Problem". Mit überregionalen Jobmessen wie z.B. in St. Pölten wurden Köche und Kellner vermittelt. Auch aus dem EU-Mitglied Koratien wurden rund 270 Beschäftigte für den Tourismus angeworben. "Trotzdem gibt es aber immer wieder punktuelle Probleme. In Wirl in Galtür ist es schwieriger jemanden zu finden als in Ischgl", erläutert Stürz.
Im Jahr 2017 wurden vom AMS Landeck insgesamt 12,171 Anträge bearbeitet und 23.185.079,35 Euro an Leistungen ausbezahlt. Davon entfielen 19 Mio. Euro auf das Arbeitslosengeld.

Elektronisches Service

Ein zusätzliche Angebot für alle KundInnen stellte AMS-Leiter Stv. Kopp vor. Mit dem eAMS-Konto können sämtliche Dinge von zuhause aus erledigt werden. "Dadurch entfallen gerade an Spitzenzeiten, wie nach dem Ende der Wintersaison, lange Wartezeiten. Bereits jetzt werden 13 Prozent der Anträge elektronisch eingebracht", so Kopp. Infos auf www.ams.at.

Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt: AMS-Leiter Günther Stürz (Mi.) mit Stv. Andreas Kopp (li.) und Gerhard Kubin (re.).
Die Arbeitslosenquote im Bezirk Landeck lag 2017 bei 8,6 Prozent.
Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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