Highspeed für sechs Gemeinden

Lantech-Geschäftsführer Dr. Siegfried Gohm, RegioL-GF Gerald Jochum, LA Bgm. Hans-Peter Bock, LA Bgm. Toni Mattle, Projektbetreuer Walter Handle (v. li.).
  • Lantech-Geschäftsführer Dr. Siegfried Gohm, RegioL-GF Gerald Jochum, LA Bgm. Hans-Peter Bock, LA Bgm. Toni Mattle, Projektbetreuer Walter Handle (v. li.).
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LANDECK (Me.). Über vier Jahre hat sich ein eigener Projektarbeitskreis des Landecker Regionalmanagements regioL unter Leitung von Lantech-Geschäftsführer Dr. Siegfried Gohm mit dem Thema Hochgeschwindigkeits-Internet Verbindungen in ländlichen Regionen beschäftigt.

Vorschlag zum Lückenschluss

Ein erster Schritt dazu war die Erstellung einer Übersicht über alle vorhandenen Leitungsnetze und Anbieter, die im Bezirk Hochgeschwindigkeitsnetze schon verlegt haben, und die Erarbeitung eines Vorschlags zum Lückenschluss dazu.
In einem weiteren Schritt wurden jetzt im Rahmen der europäischen Förderprogramme Regionale Wettbewerbsfähigkeit und LEADER (Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie) insgesamt sechs Gemeinden im Bezirk Landeck ausgewählt, um Glasfaserkabel in einer eigenen Leerverrohrung bis an die privaten Grundstücksgrenzen zu verlegen. Knapp die Hälfte der Kosten werden gefördert.
RegioL-Obmannstv. LA Toni Mattle meinte dazu: „Das Land unter Federführung von Landeshauptmann Günther Platter, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf sowie der Abteilung Arbeit und Wirtschaft (nationale Co-Finanzierung) haben hier große Flexibilität bewiesen, Pilotprojekte zu fördern, obwohl die eigentliche Förderrichtlinie noch in Ausarbeitung steht." Zudem betont Mattle: !Man möchte damit die Innovationsbereitschaft der Region in diesem Bereich honorieren, die hier auch wichtige Grundlagenarbeit für das Land geleistet hat“.

"Finanziell sinnvoll nur bei Grabungsarbeiten!"

Die Erkenntnisse, die in Landeck gewonnen wurden, werden auch im nächstjährigen Landes-Förderprogramm Berücksichtigung finden.
Erfreut zeigte sich ebenfalls Bgm. LA Hans-Peter Bock dessen Gemeinde Fließ ebenso wie Zams, Flirsch, Ladis, Nauders und Prutz von den Förderungen profitiert. „Finanziell Sinn macht die Verlegung von Glasfaser-Kabel-Infrastruktur jedoch nur, wenn sowieso Grabungsarbeiten im Gemeindegebiet anstehen, wie etwa in Fließ im Zuge der Kanalverlegungsarbeiten. Ansonsten käme das zu teuer“ so Bock.

Voraussetzungen und Vorgangsweise von Verlegungen

Walter Handle von der Firma LWL-Competence Center betreut für die Gemeinden im Bezirk Landeck das Projekt.
Glasfaserkabel-Infrstruktur im ländlichen Raum funktioniert, so Handle, wenn:
• die Gemeinden nach einem Konzept ihre eigene LWL Infrastruktur im Gemeindegebiet aufbauen (= Eigentümer)
• die Gemeinden durch überregionale LWL Leitungen oder Betreiber miteinander verbunden werden
• ein oder mehrere Betreiber die LWL Infrastruktur der Gemeinde anmieten
• durch eine Einnahmenteilung mit den Betreibern die Investitionen langfristig zurück verdient werden. (Ziel 15 bis 20 Jahre)
• die Vermarktung und Betriebsführung der Infrastruktur regional koordiniert wird.

Vorgangsweise dazu:
• Analyse der Ist Situation (LWL Rohren, Gemeindeanlagen und vieles mehr)
• Es muss ein Konzept für ein LWL Rohrsystem für das gesamte Gemeindegebiet erstellt werden.
• Nach diesem Konzept werden bei allen Verlegungen für Wasser-, Kanal-, Straßenbeleuchtungs- Projekten der Gemeinde und auch bei Strom oder Kabel-TV Projekten von Fremdfirmen LWL Leerrohre mitverlegt werden.
• Um möglichst schnell ein zusammenhängendes LWL Netz zur Verfügung zu haben, sollten in den Ortsgebieten bestehende LWL Infrastruktur von Bergbahnen mit einbezogen werden.

Warum:
• Weil die Gemeinde durch Mitverlegungen am kostengünstigsten Bauen kann (60 Prozent bis 80 Prozent der Kosten sind Grabungskosten).
• Weil die Gemeinde Fördermöglichkeiten hat (EU, Bund, Land Tirol). Für 2013 sind 4.500.000 Euro im Topf für LWL-Projekte.
• Weil die Bevölkerung, ortsansässige Firmen – speziell Tourismusbetriebe, einen wesentlichen Vorteil an einer modernen LWL Infrastruktur haben.
• Weil die Gemeinde als Eigentümer der LWL Infrastruktur die digitale Zukunft so mit gestalten kann.
• Weil sonst niemand den Ausbau übernehmen wird.

Abschließend bemerket regioL–Geschäftsführer Gerald Jochum:
„Die Region wartet mit großer Spannung auf den Masterplan des Landes Tirol im nächsten Jahr und steht schon mit weiteren Projekten am Start“.

Autor:

Marion Prieler aus Landeck

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