Landeck: Sommer-Saison mit Plus abgeschlossen

Serfaus – im Bild die Seealm Hög – ist auch im  Sommer 2017 der Nächtigungskaiser im Bezirk Landeck.
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  • Serfaus – im Bild die Seealm Hög – ist auch im Sommer 2017 der Nächtigungskaiser im Bezirk Landeck.
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BEZIRK LANDECK.  Die Sommersaison 2017 ist längst abgeschlossen. Der touristische Winter startete bereits mit 1. November. Die Zahlen der Landesstatistik zum Sommer (Mai bis Oktober 2017) liegen nun vor. Mit 2,5 Millionen Nächtigungen und einem Plus von 1,8 Prozent (+45.000 Nächtigungen) bleibt der Sommer in Landeck im Aufwind. Das Allzeit-Hoch vom Vorjahr konnte gehalten werden. Landeck kann sich neuerlich über einen Nächtigungs- und Urlauberhöchststand freuen. 600.000 Ankünfte wurden verzeichnet, was 15.000 Gästen mehr und einem Plus von 2,5 Prozent entspricht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag unverändert bei 4,2 Tagen.
„Auf den ersten Blick schauen die Nächtigungszahlen gut aus. Das Niveau der Vorjahre konnte gehalten werden. Zahlen allein reichen jedoch nicht aus, um sich ein Bild davon zu machen, wie gut oder schlecht die Lage in der Branche tatsächlich ist. Die Zimmerpreise sind am Boden, die Kosten heben ab. Leere Betten mittels Preisdumping zu füllen, geht an die Substanz der Betriebe. Würden wir den Preis im Sommer durchsetzen, den wir bräuchten, wäre nur halb so viel los. Unterm Strich bleibt zu wenig übrig“, resümiert Alexander von der Thannen, Hotelier in Ischgl und Tourismussprecher für den Bezirk Landeck in der Wirtschaftskammer, realistisch.

Vergleich mit den Tiroler Bezirken

Schwaz erreicht 4,2 Mio. Nächtigungen (+2,6 %) und ist der nächtigungsstärkste Bezirk in Tirol. Kitzbühel verbucht 2,9 Mio. (+0,2 %) und Innsbruck-Land 2,86 Mio. (+6,5 %) Nächtigungen. Es folgen Landeck mit 2,5 Mio. (+1,8 %) und Kufstein mit 2,4 Mio. (-1,4 %) Nächtigungen. Imst erreicht 2,1 Mio. (+1,1 %) und Reutte 2,0 Mio. (+1,7 %) Nächtigungen. Lienz schließt die Tabelle mit 1,2 Mio. (+1,7 %) und Innsbruck-Stadt mit 900.000 (+3,9 %) Nächtigungen ab.
„Der Verlauf der Saison war durchwachsen. Im Juli und August waren maximal je zwei Wochen halbwegs okay, alles andere war nicht zufriedenstellend. Der September war extrem schwach durch Kälte und Schnellfall, vielerorts war der Oktober dann noch besser als der September“, erläutert von der Thannen.

Nächtigungsstärksten Gemeinden

Serfaus, Fiss, Nauders, St. Anton, Kaunertal, Galtür und Ischgl sind nicht nur die nächtigungsstärksten Gemeinden im Sommer im Bezirk Landeck, sondern platzieren sich auch unter den Top-50 in Tirol. Serfaus ist mit 450.000 Nächtigungen (+1,7 %) die nächtigungsstärkste Gemeinde im Bezirk. Fiss folgt mit 362.000 Nächtigungen (-0,9 %) und Nauders mit 231.000 (+6,2 %) Nächtigungen. St. Anton am Arlberg schließt die Sommersaison mit 190.000 (+1,0 %) und Kauntertal mit 150.000 (+9,4 %) Nächtigungen ab. Mit 140.000 Nächtigungen verzeichnet Galtür ein Minus von 7,4 %. Ischgl bleibt mit 125.000 Nächtigungen (-2,8 %) unter dem Vorjahresniveau, reiht sich aber noch unter die Top-50 in Tirol.

Erfreuliche Zuwächse

Sehr gute Ergebnisse erzielen Gemeinden wie Ried (+13,0 %), Prutz (+10,5 %), Flirsch (+8,9 %), Ladis (+4,3 %), See (+3,5 %) und Kappl (+2,5 %). Auch die Bezirkshauptstadt Landeck konnte mit +6,7 % um 3.000 Nächtigungen zulegen. Die größten Einbußen verzeichnen neben Galtür, Ischgl und Fiss auch Pettneu mit -8,7 % und Pfunds mit -4,3 %.
"Der Druck wird sich noch verstärken. Im oberen Segment kommen immer mehr Betten dazu. Das Baustellenchaos im Sommer ist nicht gerade ein Anreiz für die Gäste, zu uns zu kommen. Der Sommer hat touristisches Potential, aber eher im qualitativen Wachstum als in der Steigerung der Ankünfte. Es geht um die Wertschöpfung, nicht um Köpfe. Das Ergebnis vom Sommer schönzureden, bringt absolut nichts“, so von der Thannen.

Serfaus – im Bild die Seealm Hög – ist auch im  Sommer 2017 der Nächtigungskaiser im Bezirk Landeck.
Alexander von der Thannen: "„Der Verlauf der Saison war durchwachsen."

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