Landecker Wirtschaft versprüht viel Optimismus

LANDECK (otko). Viel Optimismus versprühten die Wirtschaftskammer-Funktionäre vergangenen Donnerstag beim Neujahrsempfang in Landeck. "2017 war für die Wirtschaft im Bezirk Landeck ein erfolgreiches Jahr. Die Wirtschaftslage ist sehr gut, die Betriebe sind ausgelastet und auch die Arbeitslosenrate ist sehr gering. Auch die Signale sowie die Auftragslage für 2018 sind sehr gut", zeigte sich WK-Bezirksobmann Anton Prantauer erfreut.
Positiv hervor hob der Kammerobmann das Projekt "WaS" (Wintersport an Schulen), die Eröffnung von Lantech II, das erfolgreiche Bachelorstudium sowie die Nächtigungzahlen. Im Tourismusjahr 2016/17 wurden 8,6 Mio. Nächtigungen erzielt und es waren noch nie so viele Gäste im Bezirk. Als eine vertane Chance für die Region wertete Prantauer hingegen die negative Abstimmung zur Olympiabewerbung. Auch die Absage der Südtiroler Landesregierung für Kaunertal-Langtaufers sei schade, da es ein zukunftsweisendes Projekt für beide Täler gewesen wäre.
Aktiv einbringen wird sich die Wirtschaftskammer auch bei den Projekten "Modellregion Bezirk Landeck", wo die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft verbessert werden soll, sowie bei der "Stadt-Umland-Kooperation". Damit sollen die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gemeinden im Landecker Talkessel verbessert werden.

Lehre im Aufschwung

In Sachen Lehre wurde im vergangenen Jahr eine positive Trendwende verzeichnet. Nach Jahren in denen die Zahlen der Lehrlinge rückläufig waren, ist sie im Jahr 2017 um 33 Auszubildende auf 752 gestiegen. Allerdings gab es vor 15 Jahren noch 1.300 Lehrlinge im Bezirk Landeck. "Die gezielten Aktivitäten der WK Landeck gegen den andauernden Fachkräftemangel mit dem Berufsfestival, der Erlebniswelt Baustelle und dem neuen Job-Speed-Dating tragen nun erste Früchte. Auch die Schülerzahlen in den Polytechnischen Schulen in Prutz und Landeck steigen wieder", so Prantauer. In einem weiteren Schwerpunkt beschäftigt sich die WK auch mit dem Generationenwechsel in Unternehmen. "Da die Übergabe oft schwierig ist, bieten wir hier Unterstützung an", erläuterte Prantauer.

Weniger Bürokratie

Für WK-Präsident Jürgen Bodenseer ist mit der neuen Bundesregierung, den Landtagswahlen sowie der Kammerreform viel in Bewegung. "Auch wir in der Kammer leben wie die Unternehmer die Veränderung und aus einem Dampfer haben wir in Tirol ein Schnellboot gemacht." Die Unternehmen seien aufgrund der guten Stimmung und der Wirtschaftslage bereit zu investierten und neue Mitarbeiter anzustellen. "Laut der neuesten Umfrage gehen uns sogar die Pessimisten aus", so Bodenseer. Von der neuen Regierung fordert er eine steuerliche Entlastung sowie weniger Bürokratie.

Scheiteltunnel kommt

LH Günther Platter verwies in seiner Ansprache auf die tolle Wirtschaftslage und die stabilen Finanzen. Es brauche aber die notwendige Flexibilität und einen Bürokratieabbau. In Sachen Verkehr kündigte er den Bau des Fernpass-Scheiteltunnels ab 2021 an. 2025 soll der Tunnel fertig sein. "Wir brauchen dies auch für den Bezirk Landeck und auch beim Tschirganttunnel bleiben wir beharrlich dran", so Platter. Bei Natura 2000 gibt es einen Stopp: "Es wird nichts mehr ausgewiesen."

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