Russisches Geld für Rieder

Eine russische Investorin kaufte sich in den Rieder Hotelkomplex neben dem Badesee ein.
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  • Eine russische Investorin kaufte sich in den Rieder Hotelkomplex neben dem Badesee ein.
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RIED (Me.). Wovon Touristiker Markus Radlbeck noch nichts wissen will, wird von der Gemeinde Ried schon bestätigt. Das Hotel Mozart in Ried ist bereits das vierte Hotel im Bezirk, das nun im Eigentum eines russischen Investors liegt.
In Ried war es die russiche Investorin Eldibitta Metelskaya, die beim Verkaufsangebot des Rieder Hotelriesen anbiss und sich mit der Wiener Maximilangruppe, an der sie 49 Prozent hält, einkaufte.

"Habe Sorgen!"
Etwas Bauchweh bereitet der Hotel-Deal Bgm. Reinhard Knabl: "Bisher war das Mozart ein gut geführter Betrieb. Die Auslastung passte, wir hatten nie Nächtigungseinbrüche", blickt der Gemeindechef zurück. Mit der neuen Besitzerin seien neue Ideen und Strukturen denkbar oder eine andere Nutzung des Hotels, die, so Knabl, der Besitzerin nicht vorgeschrieben werden könne.
Nachdenklich stimmt den Bgm. auch die Sorge, dass das 400-Betten-Hotel als Großbetrieb nicht mehr weitergeführt werden könnte. Dass der bisherige Besitzer Markus Radlbeck das Mozart verkaufen will, sei hinter den Rieder Gemeindetüren schon seit fünf Jahren Thema, gibt Knabl auf eine Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER an.
"Die Überlegungen vom Markus sind schon in alle Richtungen gegangen, wir haben aber immer gehofft, dass er weitermacht. Vor 14 Tagen ist er in die Gemeinde gekommen und hat uns mitgeteilt, dass er einen Käufer hat", bedauert Bgm. Knabl den Verkauf.

"Keine FPÖ-Parteilinie!"
Den Hotelier Radlbeck als Unternehmer zu verlieren, bedauert auch Armin Falkner, Obmann vom TVB Tiroler Oberland.
"Reflexartig aber zu sagen, dass ein Verkauf an ausländische Investoren schlecht ist, kann's nicht sein. Das ist wohl ein Zeichen, dass wir ein gefragter Bezirk sind. Der Deal kann eine Chance für Ried sein. Wir sind schließlich keine FPÖ, die eine "Ausländer-raus"-Parteilinie führt".

Stabile Wirtschaft
Weit lieber ist es WK-Bezirksstellenchef Thomas Köhle ein Hotel einem ausländischen Investor zu geben, als es niederzuwirtschaften, weil keine Nachfolger gefunden werden. Die wirtschaftlichen guten Perspektiven wären für Köhle selbst Grund nach Tirol zu kommen und zu investieren. Radlbeck selbst meinte auf eine telefonische Anfrage lediglich: "Der Deal ist nocht nicht gegessen." Für eine Kommunikation in den Medien sei man nicht bereit.

Lesen Sie dazu auch:
http://www.meinbezirk.at/landeck/wirtschaft/die-russen-kommen-na-und-d376239.html

Autor:

Marion Prieler aus Landeck

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