Salat aus dem Packerl im Qualitätstest der AK-Konsumentenschützer

TIROL. Essfertige Salate aus dem Plastikbeutel werden bereits geputzt, geschnitten, gewaschen und trockengeschleudert in den Kühlregalen angeboten und locken im stressigen Alltag mit schneller Zubereitung. Deshalb greifen immer mehr Kunden zum Salat aus dem Packerl.
Ein Grund für die AK Konsumentenschützer, einmal genau hinzuschauen. Stichprobenartig haben sie neun verpackte Salate im Einzelhandel in Innsbruck und Umgebung eingekauft und von der Lebensmittelversuchsanstalt (LVA) in Wien genauestens untersuchen lassen.

Das Ergebnis: Nur eine einzige Probe wurde beanstandet. Alle anderen Produkte entsprachen den Vorgaben für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz. Vielfach wurden Mängel bei der Kennzeichnung festgestellt. Das Labor stellte fest, dass acht der neun Proben nicht den Bestimmungen entsprechend gekennzeichnet waren.
Vor allem Lagerungshinweise, das Mindesthaltbarkeitsdatum, Anschrift und Name des verpackenden Unternehmers, so wie Angaben bezüglich der Nährwertkennzeichnung waren fehlerhaft. Die Kennzeichnung war in hohem Maße mangelhaft.

Die AK Tirol fordert daher die Unternehmer auf, die Kühl- und Lagerungshinweise unbedingt auf der Verpackung auszuweisen, da eine falsche Lagerung, wie z.B. die länger andauernde Unterbrechung der Kühlkette, bei derart leicht verderblichen Lebensmitteln zu einer Vermehrung der Keimflora führen kann, die in den Schnittsalaten vorhanden ist.

Die Preise für den praktischen Salat aus dem Beutel können übrigens ganz saftig sein. Bei den neun getesteten Händlern kosteten 100 Gramm zwischen 0,65 Euro und 1,98 Euro, das bedeutet eine satte Preisdifferenz von rund 200 %. Der Durchschnittspreis für 100 Gramm betrug 1,02 Euro.

Test und Ergebnisse im Detail

Die neun Proben, die ihren Ursprung in Österreich, Italien und Deutschland hatten, wurden von der Lebensmittelversuchsanstalt (LVA) in Wien einer mikrobiologischen Untersuchung (auf Gesamtkeimzahl, Listerien, Salmonellen, Hefen, Schimmelpilze und bei Bio-Proben auch auf Pestizide) sowie einer sensorischen Prüfung (auf Aussehen, Geruch, Geschmack) unterzogen. Weiters wurde die Einhaltung der Bestimmungen betreffend die Kennzeichnung überprüft.

Sensorik (Geruch, Geschmack und Aussehen):

Vereinzelt wurden leichte Auffälligkeiten, wie alter, leicht säuerlicher Geruch, bitterer Geschmack oder leicht bräunliche Ränder festgestellt. Zusammenfassend ist jedoch festzuhalten, dass fast alle Salatproben erfreulicherweise hinsichtlich der Sensorik entsprachen und daher die Qualität in Ordnung war.

Mikrobiologie:

Im Labor wurden die Salate dann auf Keime untersucht, die Auskunft über den Frischezustand des Produktes geben, aber auch auf potenziell krankmachende Keime wie Listerien, Salmonellen und Staphylokokken. Die Werte lagen meist im Bereich der Richt- und Warnwerte der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie e.V. (DGHM).
Überschreitungen wurden lediglich bei einer Probe aufgrund einer erhöhten Gesamtkeimzahl festgestellt. Diese Probe, die auch bei der sensorischen Prüfung Mängel aufwies, wurde vom Labor als „für den menschlichen Verzehr nicht geeignet“ eingestuft.

Pestizide:

Bei keiner der getesteten Salatproben konnte eine Überschreitung der Grenzwerte festgestellt werden.

Alle Details zum Test unterwww.ak-tirol.com.

Autor:

Marion Prieler aus Landeck

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