Tiroler Gewerbe- und Handwerk: Optimismus trotz schwieriger Rahmenbedingungen

TIROL. Das Jahr 2012 war für das Gewerbe und Handwerk in Tirol kein einfaches, aber dennoch ein zufriedenstellendes. Laut Erhebung der KMU Forschung Austria meldeten 35 Prozent der Betriebe für das Vorjahr Umsatzsteigerungen gegenüber 2011. Bei 48 Prozent der Betriebe blieb der Umsatz gleich, während 17 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge verzeichneten. „Insgesamt ergibt sich daraus eine Erhöhung des nominellen Umsatzes im Tiroler Gewerbe und Handwerk um 3,5 Prozent gegenüber 2011. Im Vergleich dazu ist die gesamte Wirtschaftsleistung Österreichs, also das Bruttoinlandsprodukt, im Jahr 2012 nominell um lediglich 3,1 Prozent gestiegen“, berichtet Georg Steixner, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Tirol. Allerdings, so Steixner weiter, konnten die Verkaufspreise 2012 nur um 1,8 % erhöht werden, während die Inflationsrate 2012 insgesamt um 2,4 % gestiegen ist.

Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage durch die Gewerbe- und Handwerksbetriebe in Tirol und die Aussichten für das 2. Quartal des Jahres fällt durchaus positiv aus. Und dies, obwohl nach wie vor die Gewerbe- und Handwerksbetriebe durch die starke Preiskonkurrenz (61 % der Betriebe), Fachkräfte- und/ bzw. Lehrlingsmangel (26 % bzw. 10 %) sowie fehlendes Risiko- bzw. Eigenkapital (13 %) in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt sind.

Im 1. Quartal 2013 beurteilen…
• 22 % der Betriebe die Geschäftslage mit „gut“,
• 64 % mit „saisonüblich“ und
• 14 % der Betriebe mit „schlecht“.

Damit hat sich das Stimmungsbarometer im Vergleich zum Vorquartal zwar verschlechtert, in Tirol überwiegen per Saldo aber nach wie vor die Betriebe mit guter Geschäftslage um acht Prozentpunkte, während österreichweit per Saldo die Betriebe mit schlechter Geschäftslage um vier Prozentpunkte überwiegen.

a) In den investitionsgüternahen Branchen ist der durchschnittliche Auftrags­bestand im Ver­gleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 0,4 % gestiegen.
Vom Gesamtauftragsbestand entfielen…
• 81 % (-4 %) auf private/gewerbliche Auftraggeber,
• 10 % (+1 %) auf öffentliche Bauprojekte, die über Generalunternehmer bzw.
Bauträger (Genossenschaften) abgewickelt werden,
• 9 % (+3 %) auf Direktvergaben durch Bund, Länder und Gemeinden.

b) Im konsumnahen Bereich ist die Situation ebenfalls besser als im Vergleichsquartal des Vorjahres:
• 18 % der Betriebe verzeichneten Umsatzsteigerungen gegenüber dem 1. Quartal 2011,
• 69 % keine Veränderung und
• 13 % Umsatzrückgänge.

Zuversicht für das 2. Quartal 2013
Für das 2. Quartal 2013 erwarten…
• 18 % der Betriebe (Vorjahr: 17 %) steigende Auftragseingänge bzw. Umsätze gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres,
• 70 % keine Veränderung (Vorjahr: 71 %) und
• 12 % Rückgänge (Vorjahr: 12 %).

Im Vergleich zum Vorquartal hat der Optimismus damit leicht zugenommen.

Rund die Hälfte der Betriebe will investieren
49 % der Betriebe planen, im Jahr 2013 Investitionen vorzunehmen.
• 23 % rechnen dabei mit höheren Investitionen als 2012,
• 14 % wollen gleich viel investieren wie im Vorjahr und
• 12 % planen Investitionen, allerdings in geringerem Ausmaß als 2012.

Erhöhung des Personalstands zu erwarten
Für den Zeitraum April bis Juni 2013 beabsichtigen…
• 34 % der Betriebe, den Beschäftigtenstand um durchschnittlich 54,6 % zu erhöhen,
• 61 % der Betriebe, den Personalstand konstant zu halten und
• 5 % der Betriebe, die Zahl der Mitarbeiter/innen um durchschnittlich 15,7 % zu verringern.

Im Durchschnitt ergibt sich daraus eine geplante Erhöhung des Beschäftigtenstandes um 19,9 Prozent. Der Personalbedarf liegt damit über dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres.

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