08.10.2014, 13:14 Uhr

Das alte Landeck auf 644 Seiten

Heimatforscher Georg Zobl (re.) und Nikolaus Köll lasen aus dem Buch "Mosaiksteine aus Landecks Vergangenheit".

Heimatforscher und Buchautor Georg Zobl präsentierte profundes Werk über die Landecker Geschichte.

LANDECK (otko). Im Schloss Landeck fand vergangenen Sonntag eine besondere Buchpräsentation samt Lesung statt. Der Landecker Heimatforscher, Chronist und ehemalige Standesbeamte Georg Zobl präsentierte sein Buch "Mosaiksteine aus Landecks Vergangenheit". Auf 644 Seiten sind 151 Beiträge sowie 517 Bilder sowie 1.407 Fußnoten, die auf Quellen hinweisen, enthalten.

Vergangene Kraftwerkspläne

Christian Rudig, Obmann des Bezirksmuseumsvereins und Nachfolger Zobls als Chronist, freute sich über ein volles Haus. "Ich habe viel im stillen Kämmerlein gemacht und Christian Rudig hat mich dann zum Druck des Buches bewegt. Bei der Zusammenstellung bin ich dann selber erschrocken wie umfangreich es schließlich geworden ist", erläuterte Zobl. Teilweise wurden die Artikel von Zobl vor 20 Jahren verfasst. "Im Buch habe ich vieles ergänzt", so Zobl.
Der Themenbogen reicht von Haus- und Familiengeschichten über Biografien, Kriegs- und Zwischenkriegszeit bis in die Gegenwart. Passend zur aktuellen Diskussion über den geplanten Bau des Sannakraftwerks erzählte Zobl von vergangen Kraftwerksplänen der Stadtgemeinde. Bereits 1928 gab es ein fix fertiges Projekt an der Sanna, allerdings machte die Weltwirtschaftskrise den Plänen einen Strich durch die Rechnung.
Auch die letzten Stunden des Deutschen Reiches im Jahr 1945 schilderte der Heimatforscher dem Publikum detailreich. Im Anschluss las Nikolaus Köll zum Gaudium des Publikums die Glosse "Geschichte der streitbaren Zammer Houngga in einer todernsten Betrachtung eines alten Landeckers".

Großes Interesse

Bgm. Dr. Wolfgang Jörg dankte Zobl für das großartige Buch: "Es ist ein tolles Werk für Landeck. Natürlich werde ich mir das Kapitel über das Kraftwerk durchlesen." Unter den zahlreichen Besuchern befanden sich auch Dekan Martin Komarek, Pfarrer Richard Rotter, die beiden Vizebgm. Herbert Mayer und Manfred Jenewein sowie Kulturreferentin Simone Luchetta, Stadtrat Roland König und die Gemeinderäte Peter Vöhl und Hansjörg Unterhuber. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Klarinettenquartette "Holzwurm" von der LMS Landeck.
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