05.10.2011, 21:01 Uhr

Erste Tiroler Rundholzbrücke ist in Nauders

Bezirksförster Artur Juen, Brückenkonstrukteur Martin Auer, Bgm. Robert Mair und Peter Hauser von der Bezirksforstinspektion auf der neuen Brücke.
Unlängst stellte die Agrargemeinschaft Nauders unter Obmann Bgm. Robert Mair die erste schwerlastverkehrstaugliche Rundholzbrücke Tirols vor.

Im heurigen Sommer errichtete die Agrargemeinschaft Nauders mit Forstarbeitern des Waldwirtschaftsvereins Landeck die erste Tiroler schwerlastverkehrstaugliche Rundholzbrücke im Brandwald, die mit einer Tragkraft von 26 Tonnen LKW-tauglich ist. Die Brücke wurde aus sechs Längsträgern mit einer Sechs-Meter-Spannweite und einem Querbalken in der Mitte konstruiert, wobei sich der Holzverbrauch der Brücke auf 30 Kubikmeter Lärchenholz beläuft. Mit einer Blechbeschichtung auf den Längsträgern wurde „der technische Holzbau der Brücke so ausgeführt, dass Holz und Wasser nicht in Kontakt kommen“ informiert Brückenkonstrukteur Martin Auer vom forsttechnischen Büro in Stanz. Die Kosten des Brückenbaus belaufen sich auf 17.000 Euro, wobei 50 Prozent vom Land und der EU übernommen werden und 50 Prozent die Agrargemeinschaft zahlt.

Das Wegbauprojekt Heiligbaumbodenweg, im Zuge dessen neben der Rundholzbrücke ein Wegneubau errichtet wurde, erschließt den Brandwald und die umliegenden fünf Wiesen beim Piengbach und bietet nun auch eine „rechtlich gesicherte LKW- und Holzzufahrt für den Stables- und Novelleshof, erklärt Hauser von der Bezirksforstinspektion. Ungeachtet dessen hat die Gemeinde Nauders im Bezirk aber eine der schlechtesten Walderschließungen und verfügt über einen überalterten Wald trotz der „sanften Geländeformen, die Walderschließungen leicht ermöglichen“, glaubt Hauser. Beispielsweise gebe es im Brandwald derzeit 50 Prozent Brennholz. Mit einem Forstaufschließungskonzept will die Agrargemeinschaft Nauders daher Forstwege erschließen um „überalterte Wälder zu verjüngern“, erklärt Juen. Mit dem Konzept soll die Voraussetzung für eine Waldbewirtschaftung und damit für eine Walderschließungen ermöglich werden um in Folge auch Biomasse zum Heizen zu gewinnen, weiß Juen.
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