04.09.2014, 11:45 Uhr

Hochmoderne Schulung am KH St. Vinzenz

ZAMS. Am Krankenhaus St. Vinzenz wird, mit dem Ziel den OberländerInnen die bestmögliche medizinische Behandlung garantieren zu können, laufend geschult und trainiert. Eine besondere Form der ärztlichen Weiterbildung fand vergangenen Mittwoch statt.
In einem mobilen Trainingszentrum, konnten Ärzte und OP-Schwestern an hochmodernen Simulatoren verschiedene laparoskopische Eingriffe üben und ihre Fertigkeiten perfektionieren.

Hochmodernes Training
Seit Juli 2014 kann in einem umfunktionierten Kleinbus der Firma ETHICON, mit zwei hochmoderne Virtual Reality Simulatoren sowie zwei sogenannte Pelvitrainer, trainiert werden. An den beiden Simulatoren können – so wie in einem „Computerspiel“ – laparoskopische Eingriffe Schritt für Schritt geübt werden.
Andreas Neuner von der Firma ETHICON/Johnson&Johnson erklärte: "Die Lernergebnisse und die Schulung der Feinmotorik sind schnell sichtbar."
Am Ende der virtuellen Operation erhält der Chirurg eine Bewertung seiner Arbeit und erfährt anhand einer Fehleranalyse, wo es noch Verbesserungspotential gibt. An den Pelvitrainern wiederum wird mit Nahtmaterial chirurgische Naht- und Knotentechniken geübt.
Von der Operation der Gallenblase über gynäkologische Eingriffe bis hin zum Einsatz eines Magen-Bypass wird mittlerweile die „Schlüsselloch-Chirurgie“ eingesetzt.

Schlüsselloch-Chirurgie

Für die Patienten bringt die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie einige Vorteile: Meist haben sie nach der Operation weniger Schmerzen, können früher das Krankenhaus verlassen, und es bleiben dank der kleinen Hautschnitte kaum Narben.
Für ein optimales Ergebnis eines laparoskopischen Eingriffes muss der Chirurg jedoch viel Übung und praktische Erfahrung mitbringen. Bei einem offenen Eingriff hat man das Operationsfeld klar vor sich. Bei der Schlüssellochchirurgie hingegen kann man sich nur an dem orientieren, was man am Monitor sieht. Grundvoraussetzung für diese indirekte Arbeitsweise, die durch das eingeschränkte Gesichtsfeld noch erschwert wird, ist eine gute Augen-Hand-Koordination. Diese sollte, ebenso wie die einzelnen Arbeitsschritte einer bestimmten Prozedur, auch von erfahrenen Chirurgen regelmäßig trainiert werden – am besten ohne Risiko für den Patienten, und unabhängig vom Krankenhausalltag.
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