11.01.2018, 12:09 Uhr

KH Zams: Verkürzte Wartezeiten bei Krankentransporten

Gemeinsames Ziel des RK, der Leitstelle und des Krankenhaus St. Vinzenz Zams ist es, die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten. (Foto: Rotes Kreuz Tirol / Andreas Mader)

In einem Pilotprojekt wollen das Krankenhaus St. Vinzenz Zams, die Leitstelle und der Rettungsdienst die Wartezeiten für Patienten deutlich reduzieren.

ZAMS. Aufgrund der bisherigen Regelungen, dass Krankentransporte in einem Zeitfenster von bis zu 120 Minuten durchgeführt werden können, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu langen bis sehr langen Wartezeiten. Die Verantwortlichen der Leitstelle Tirol, des Rettungsdienst Tirol und des Krankenhaus St. Vinzenz Zams sagen diesem Problem jetzt den Kampf an. Das gemeinsame Ziel ist es, die Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Mit Jänner startet ein entsprechendes Pilotprojekt in Zams.
„Die steigende Zahl der Krankentransporte in unser Haus und wieder zurück stellt alle Beteiligten vor immer größere Probleme“, erklärte Dominik Siegele, Stv. Pflegedirektor und Projektleiter im Krankenhaus St. Vinzenz Zams im Rahmen des gemeinsamen Pressegesprächs am vergangenen Mittwoch. „Niemand wartet gerne zwei Stunden auf einen Transport, weshalb wir uns dazu entschlossen haben, das Problem gemeinsam mit unseren Partnern gezielt anzugehen,“ so Siegele.

Optimale Abstimmung für mehr Komfort

Gelingen soll das durch die Optimierung der Prozessabläufe und die verstärkte Abstimmung zwischen Krankenhaus, Leitstelle und Rettungsdienst. Zum regelmäßigen Austausch treffen sich die drei Hilfsorganisationen in einem ersten Schritt zweimal pro Jahr zu einem Abstimmungsgespräch.
„Die Zusammenlegung von An- und Abtransporten hat in der Vergangenheit oft zu langen Wartezeiten der Betroffenen, entweder Zuhause oder im Krankenhaus, geführt. Uns geht es jetzt insbesondere darum, in diesem Bereich eine terminliche Entflechtung zu schaffen.“ Die optimierte Koordination komme vor allem den Patientinnen und Patienten zu Gute, freute sich Andreas Karl, Geschäftsführer des Rettungsdienst Tirol.
Die Abwicklung der Termine erfolgt, wie bisher, über die Leitstelle Tirol, wie Geschäftsführer Bernd Noggler im Rahmen des Pressetermins ausführte. „Das Krankenhaus meldet uns Transporte, die unsere Disponenten in vorgegebenen Zeitfenstern flexibel planen können. Der Patient sowie die Behandlungseinrichtung werden nach erfolgter Planung über den Abholzeitpunkt informiert." Im Ergebnis würden so nicht nur kürzere Wartezeiten, sondern auch eine bessere Auslastung erreicht. „So können wir auch Leistungsspitzen und Leerläufen frühzeitig entgegenwirken und eine Beeinträchtigung der Akutversorgung von vornherein verhindern.“
Das Pilotprojekt zur Verringerung der Wartzeiten startet mit Jänner 2018 in Zams. Nach der Testphase ist ein weiterer Ausbau sowie eine Ausweitung auf andere Einrichtungen geplant.

Änderungen ab Jänner 2018

- Bei der Bestellung des Transports zur ambulanten Kontrolle erhalten die Patientinnen und Patienten ein Abholfenster (+/- 15 Minuten) am betreffenden Vormittag.
- Geplante stationäre Aufnahmen im Krankenhaus St. Vinzenz Zams finden in der Zeit von 11 und 12.30 Uhr statt.
- Stationäre Entlassungen finden im Anschluss an die geplanten Aufnahmen statt.

Unverändert ab Jänner 2018

- Not- und Akutfälle werden jederzeit betreut.
- Das generelle Zeitfenster für die Kontrolluntersuchungen im Krankenhaus St. Vinzenz Zams bleibt 8 bis 11 Uhr. Ausgenommen sind Untersuchungen, für die spezielle Geräte benötigt werden (CT, MRT etc.). Hier werden auch in Zukunft exakte Termine vom Krankenhaus vergeben.
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