26.06.2017, 13:14 Uhr

Kneipp macht an der FSBHM Schule

Die Schülerinnen besuchten gemeinsam mit Anni Pfeifhofer (re). die Kneippanlage in Grins. (Foto: Heidi Holzknecht/FSBHM)
LANDECK/PERJEN (joli). "Bestimmte kleine, leicht zuhause oder bei Kneippanlagen durchführbare Gesundheitsübungen eignen sich hervorragend, um unserer Immunsystem zu kräftigen und uns widerstandsfähiger gegenüber schädlichen Stressreizen zu machen", so Anni Pfeifhofer, Obfrau des Kneipp Aktiv Clubs Landeck u.U., über Wassertreten, Taulaufen, Barfußgehen, Schneegehen, kalte Armbäder und -güsse, Kniegüsse und Waschungen. Bei derartigen Anwendungen wird u.a. die Durchblutung der Haut angeregt, Gefäße trainiert oder die Selbstheilungskräfte aktiviert.
Bei einer zehn-tägigen Schulung an der FSBHM Landeck-Perjen (Fachschule für ländliches Betriebs- und Haushaltungsmanagement), im Rahmen der Abschlussprojektwochen, wurde den Schülerinnen des zweiten Jahrganges alles rund um das Thema Kneipp mit seinen fünf Säulen (Bewegung, Ernährung, Heilkräuter, Wasser, Lebensordnung) näher gebracht.
"Besonders gut gefiel ihnen das Barfußlaufen sowie die Fuß- und Armbäder, weil sie so erfrischend sind", erläuterte Anni Pfeiferhofer, die mit den interessierten Schülerinnen auch die Kneippanlage in Grins besuchte und Kneipp-Güsse durchführte.
Um den Jugendlichen die fünf Säulen best möglichst zu veranschaulichen, gab es auch Vorträge einer Allgemeinmedizinerin die ihnen die Zusammenhänge zwischen u.a. Ernährung, Bewegung und Heilkräutern aus ärztlicher Sicht erklärte, Wissenswertes rund um Massagetechniken und eine Fitnesstrainerin sprach über Bewegung nach Kneipp.
Im Anschluss erhielten sie das Zertifikat "Kneipp Botschafter" des Österreichischen Kneipp Bundes.

Kneippen im Bezirk Landeck

"Unter anderem kann ich die Kneipp-Anlagen in Grins, Kappl, St. Anton und Pfunds empfehlen", so Anni Pfeifhofer, die auch auf das abwechslungsreiche Programm des Kneipp Aktiv Clubs Landeck u.U., der seit 1998 besteht, aufmerksam macht.

Wer war Sebastian Kneipp?

Sebastian Kneipp wurde 1821 im Allgäu geboren und stammte aus einer Weberfamilie. Während seiner Gymnasialzeit erkrankte er an Tuberkulose und begann 1848 schon sehr geschwächt mit dem Studium im Priesterseminar. Durch ein Büchlein wurde er auf die Heilkraft des Wassers aufmerksam gemacht und probierte dies an sich selbst aus.
Mittels Tauchbäder in der kalten Donau konnte er seine Abwehrkräft so stärken, dass er zur großen Verwunderung der behandelten Ärzte seine Krankheit überwinden konnte. Durch diese Erfahrung widmete er sich fortan verstärkt dem Gebiet der Naturheilkunde. So entwickelte Sebastian Kneipp das nach ihm benannte Naturheilverfahren, basierend auf den fünf Säulen.
"Der Natur durch Reize die Chance und den Auftrag geben, das gestörte Gleichgewicht im Organismus wieder herzustellen", so ein Zitat von Sebastian Kneipp.
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