11.11.2016, 09:10 Uhr

Landecker Bachelorstudium auf Erfolgskurs

Erfolgsmodell Bachelorstudium: Landesrat Bernhard Tilg (Mi.) mit den Professoren Peter Heimerl (UMIT, li.) und Gottfried Tappeiner (Uni Innsbruck).

Das Bachelorstudium „Wirtschaft, Sport- und Gesundheitstourismus“ ist weiterhin stark nachgefragt. Insgesamt werden 228 Studierende unterrichtet.

LANDECK (otko). Das Bachelorstudium "Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus" am Standort Landeck hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Das sechssemestrige Bachelorstudium wird gemeinsam von Universität Innsbruck und UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik betrieben. Die Studienleiter Univ.-Prof. Mag. Dr. Gottfried Tappeiner (Universität Innsbruck) und Priv.-Doz. Mag. Dr. Peter Heimerl (UMIT) konnten im Oktober 98 Erstsemestrige begrüßen. Damit studieren in den drei Jahrgängen jetzt insgesamt 228 Studierende in Landeck.

Erfolgreiche Entwicklung

Vergangen Donnerstag besuchte auch Landesrat Bernhard Tilg im Rahmen seines Bezirkstages die Studierenden und die Professoren. "Der Schritt für das Bachelorstudium war mutig, aber ich bin froh, dass er gesetzt wurde. Der Erfolg gibt uns recht und ist ein Paradebeispiel, dass alle Partner an einem Strang gezogen haben", so Tilg. Mit diesem dislozierten Bachelorstudium sei österreichweit Neuland betreten worden. "Auch das Ministerium und die Behörden in Wien wurden überzeugt, dass es funktioniert", zeigt sich Tilg erfreut.
Im Juni 2017 wird es die ersten AbsolventInnen geben. "Für den Bezirk Landeck ist dies ein wichtiger ergänzender Impuls und ich erwarte mit für die nächsten fünf bis zehn Jahre eine positive Entwicklung. Die Studienthemen sind eine Stärke des Bezirkes und ich bin froh, dass wir hier so viele junge Menschen herbringen, die sich für diese Themen interessieren", erläutert der Landesrat. Zudem ergänze sich die Ausbildung zu der in der Nähe beheimateten HAK und zur Berufsschule. Wichtig sei vor allem auch, dass hier Projekte und angewandte Forschungsthemen eine nachhaltige und gute Regionalentwicklung ermöglichen.


Lösung für Platzproblem

Aufgrund des anhaltend großen Ansturms platzen die bisherigen Räumlichkeiten im Obergeschoss der MPreis-Filiale in Bruggen aber aus allen Nähten. Am Beginn hatten die Macher mit rund 30 Einsteigern pro Studienjahr gerechnet. Das Platzproblem soll mit einem zusätzlichen Angebot gelöst werden.
In einem neuen Geschäftsgebäude der Lebensmittelkette MPreis am LanTech-Gelände soll zukünftig im Obergeschoss auch das Bachelor-Studium seinen Campus, auf einer Fläche von 800 Quadratmetern, aufschlagen. Das führt in etwa zu einer Verdoppelung des Platzangebotes.
Geplant ist, dass bereits im Herbst 2017die ersten Studenten in den neuen Räumlichkeiten unterrichtet werden sollen. "Gegen den Bebauungsplan hat es aber Einsprüche gegeben, die abgewiesen wurden. Der Bebauungsplan liegt derzeit zur Verordnungsprüfung beim Land, ebenso liegt die Widmungsänderung zur aufsichtsbehördlichen Genehmigung beim Land", informiert Bgm. Dr. Wolfgang Jörg über den Stand des Verfahrens. Ob dies zu einer weiteren Verzögerung des Projekts führt kann derzeit nicht gesagt werden. "Der Ball liegt derzeit beim Land", verweist der Stadtchef.
Optimistisch zeigt sich jedenfalls der Wissenschaftslandesrat. "Im Budget haben wir bereits das Geld für die nächste Erweiterung drin. Das Land zahlt auch hier wie bereits im anderen Gebäude die Miete – rund 150.000 Euro sind dafür zusätzlich budgetiert", erklärt Tilg. Wichtig sei, dass die Dinge Schritt für Schritt entwickelt werden.
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