30.03.2017, 15:11 Uhr

Leserbrief von Bernhard Pircher zum Thema "Sex Sells – Was ist uns noch heilig?"

(Foto: Archiv)

Peepshow im Altarraum der Jesuitenkirche Innsbruck...

SEE. Hohe Geistlichkeit, geschätzte Kirchenvertreter/innen!
An alle politischen Vertreter/innen, welche christliche Werte zumindest noch in ihren Parteistatuten verankert haben!
Liebe Vertreter/innen der Traditionsverbände, welche christliche Werte zu ihren Grundsätzen zählen!
Liebe Leser/innen!
Liebe Damen und Herren!

Aktuell durfte ich mich bei der ORF Sendung Tirol Heute vom 28.03.2017 über eine Veranstaltung am kommenden Freitag in der Innsbrucker Jesuitenkirche informieren. Die Veranstaltung läuft unter dem Titel: Intimität und Beziehung. Entstauben wir ein Tabu, den Sex………..

Gerne kann sich jeder die Vorschau auf Orf/thek unter nachstehendem Link ansehen:
http://tvthek.orf.at/profile/Tirol-heute/70023/Tirol-heute/13922923/Tanzperformance-zum-Thema-Sex-und-Kirche/14015168

Als Christ – jawohl, ich traue mich dies auch „noch“ öffentlich zu sagen - stößt es mir doch etwas sauer auf, was aktuell und in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren im oft zitierten „heiligen Land Tirol“ möglich war und ist. Spannend ist, mit welcher Ignoranz bestimmte Interessensgruppen, welche christliche Werte vertreten sollten, diese Dinge behandeln, bewusst ignorieren oder sich damit eben auch nicht auseinander setzen.
Und wenn man mit Leuten beginnt zu diskutieren, wirft es häufig die verschiedensten Fragen auf:
Darf man im eigenen Land solche Dinge nicht mehr kritisieren oder in Frage stellen? Bedeutet links, sozial, hilfsbereit, offen für andere Kulturen automatisch die Aufgabe des eigenen Glaubens, der eigenen Identität? Geht es um künftige Wählerstimmen? Wäre es dazu nicht förderlicher einmal ein klares Bekenntnis, oder eine klare Ansage zu setzen? Sollte sich die katholische Kirche nicht einmal bewusst fragen, wieso sie in der Bevölkerung immer mehr an Boden verliert?
Ist es vielleicht, weil man zu sehr mit dem vermeintlichen Zeitgeist gehen will? Gewinnen andere Glaubensrichtungen vielleicht immer mehr an Bedeutung, weil sie im Gegensatz zur katholischen Kirche mit ihren Grundsätzen standhaft bleiben? Welche christlichen Werte wollen Traditionsverbände und die Politik in unserem Land weiter geben? Was heißt heute Glaube neu entdecken und neu in Szene zu setzen? Müssen wir bei Jugendmessen mit dem Skateboard oder dem Fußball durch das Heilige Gotteshaus stürmen um Aufmerksamkeit zu erzielen bzw. wahr genommen zu werden? Oder müssen wir wirklich, wie aktuell am kommenden Freitag in der Jesuitenkirche in Innsbruck, tänzerische Einlagen in Form einer Peepshow vor dem Heiligen Altarraum ohne Kritik hinnehmen? Muss dafür wirklich ein für Christen Heiliger Ort herhalten? Verschwindet diese Veranstaltung wie einst der grüne gekreuzigte Frosch im Südtiroler Landesmuseum wieder unter dem Deckmantel der oft zitierten künstlerischen Freiheit? Gilt man als konservativ und altmodisch wenn man solche Machenschaften nicht begrüßt?

Sollten diese oder ähnliche Dinge von christlichen Interessensgruppen oder gar von der Katholischen Kirche in unserem Land kommentarlos zur Kenntnis genommen werden, müssen wir uns über allfällige Berichterstattungen der Medien in jüngster Vergangenheit wirklich nicht wundern. Werden diese Praktiken bewusst ausgeblendet, werden wir uns, unsere Kultur und Tradition scheibchenweise verlieren und aufgeben.

Ich würde mir wünschen, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder, das erleben und weitergeben, was dieses Land reich - lebens- und liebenswert macht - unseren Glauben an Gott, unsere Bräuche - und unsere Mentalität.
Sie sollen lernen, sich selbst und dem Erbe der Väter treu zu sein. Dazu gehört auch eine große Portion Ehrfurcht vor der Vergangenheit und unseren christlichen Wertevorstellungen.

Schützen Heil!
Oberleutnant
Pircher Bernhard, See
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