06.10.2017, 09:10 Uhr

Mario Matt: "Olympia ist eine riesige Chance!"

Für Mario Matt gibt es zahlreiche gute Gründe, die für die Olympiabewerbung Tirols sprechen.

Ex-Skiass Mario Matt setzt sich aus Überzeugung für Olympische Winterspiele im eigenen Land ein.

FLIRSCH/BEZIRK LANDECK (otko). "Nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische und Paralympische Winterspiele 2026 in Innsbruck-Tirol" sollen es werden. Die Entscheidung, ob es in Tirol wieder Olympische Winterspiele gibt, wird am 15. Oktober fallen. Den BEZIRKSBLÄTTERN stand der ehemalige Olympiasieger und zweifache Weltmeister, Mario Matt – der "Adler vom Arlberg"–, Rede und Antwort.

Wie stehst du der Thematik Olympia 2026 gegenüber.
MARIO MATT: Für Innsbruck und ganz Tirol ist dies eine einmalige Chance. Die Sportstätten sind alle im Land vorhanden und daher sollten wir diese einmalige Gelegenheit nutzen. Generell habe ich während meiner aktiven Karriere festgestellt, dass Innsbruck gerade in Übersee durch die Austragung der Olympischen Winterspiele immer noch ein Begriff ist. So eine weltweite Werbung über so einen langen Zeitraum bekommt man nur durch eine Olympiade.

Was würde Olympia 2026 speziell für St. Anton am Arlberg, als geplanter Austragungsort der alpinen Bewerbe, bedeuten?
Wie 2001 die Ski-WM würden Olympische Winterspiele für St. Anton und die ganze Arlberg-Region und darüber hinaus einen Boom bedeuten. Gerade die Ski-WM hat für St. Anton am Arlberg einen enormen Schub und viel indirekte Werbung gebracht. All dies ist nur positiv für die Region zu sehen.

Die Gegner argumentieren immer wieder mit horrenden Kosten, welche die Veranstaltung verursachen würden.
Die Kosten sind überall anders um ein vielfältiges höher. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass kein Nutzen für die errichteten Sportstätten im nach hinein besteht. Tirol hat den Nutzen für die Anlagen und das Gelände und ist zudem prädestiniert für den Wintersport. Mit Olympia werden auch diese Sportstätten auf den neuesten Stand gebracht. Irgendwann müsste das ja sowieso passieren und ohne Olympia ist das sicher schwieriger zu bewerkstelligen.

Was würde Olympia 2026 für den Tiroler Skisport bedeuten?

Für die Kinder und die Jugendlichen sind solche Großereignisse sehr, sehr wichtig. Gerade im Sport wird es immer schwieriger den Nachwuchs zu begeistern, was auch gesundheitliche Folgen hat. Die Kinder bewegen sich immer weniger. Olympia im eigenen Land wäre eine riesige Motivation für den Nachwuchsbereich. Auch für die Athleten gibt es nichts Schöneres im eigenen Land dabei zu sein.

Erwartest du, dass das IOC einem Tiroler Angebot die Zustimmung erteilt?

Ich denke auf jeden Fall, dass das IOC diese einzigartige Geschichte annimmt. Eine ganze Region ist dabei und auch die Nachhaltigkeit als Hauptargument ist gegeben.

Welche Prognose erwartet du bezüglich des Ergebnisses der Volksbefragung?

Ich hoffe, dass die Bevölkerung den Mehrwert für unser Land erkennt und positiv mit einem deutlichen Ja abstimmt.

Das Interview führte Othmar Kolp
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