12.02.2018, 09:10 Uhr

Masterstudium in Landeck startet 2019

Der Studienstandort Landeck ist bis 2024 finanziell gesichert. Insgesamt 7,4 Millionen Euro werden investiert.

LH Platter: „Sechs Millionen für erweiterte universitäre Ausbildung im Oberland“. Der neue Masterstudiengang in Landeck ist ein wichtiges Signal zur Belebung des ländlichen Raums.

LANDECK. Auf Antrag von Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg hat die Tiroler Landesregierung die Finanzierung des Masterstudiums „Destinationsentwicklung“ in Landeck und Innsbruck beschlossen. Seit Herbst 2014 wird in Landeck bereits der Bachelorlehrgang Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus angeboten. Ab Herbst 2019 ist die Bezirkshauptstadt auch Standort eines Masterstudiums. Für die Finanzierung der Ausbildung an den beiden Standorten bis zum Jahr 2024 bewilligte die Landesregierung 1,9 Millionen Euro. Diese Förderung ist vom Landtag ebenso zu genehmigen wie die von der Landesregierung beschlossenen 5,5 Millionen Euro für die Verlängerung des Bachelor-Studiums in Landeck.
Für LH Günther Platter ist Bildung der entscheidende Faktor für die Weiterentwicklung des Landes: „Die Hochschulen kommen in die Bezirke – der Campus Tirol als gemeinsames Netzwerk der acht Tiroler Hochschulen reicht bereits vom Mechatronik-Studienort Lienz bis zur Tourismusforschung in Landeck. Der überwältigende Erfolg der Ansiedelung des universitären Bildungsangebotes im Tiroler Oberland bestätigt uns im weiteren Ausbau des Studienstandortes Landeck.“

"Master" in Vollzeit oder berufsbegleitend

Diese Initiative wird von der Universität Innsbruck und der Landesuniversität UMIT getragen. Die beiden Hochschulen haben schon gemeinsam das Bachelor-Studienangebot in Landeck eingerichtet. „Das Thema der Destinationsentwicklung ist eine wichtige Ergänzung für die Hochschulausbildung im Tourismus. Dieses Studium kann in Vollzeit, aber ebenso berufsbegleitend absolviert werden. Bereits berufstätige Personen erhalten damit ein attraktives Angebot, ihre Kompetenzen zu erweitern. Das betrifft insbesondere die Fähigkeiten zu planenden, evaluierenden, beratenden und leitenden Tätigkeiten im Tourismus, im tourismusnahen Bereich und in der Regionalentwicklung“, erläutert LR Tilg.


5,5 Landesmillionen für Bachelor-Verängerung

Außerdem hat die Landesregierung die Förderung für das Bachelorstudium in Landeck um weitere vier Jahre verlängert: 5,5 Millionen Euro stehen dafür von 2019 bis 2023 auf Antrag von LH Platter und Wissenschaftslandesrat Tilg zur Verfügung. Die Genehmigung des Landtages ist einzuholen. Zuletzt verzeichnete dieser Studiengang über 100 Erstsemestrige. Das Raumangebot wurde im vergangenen Herbst um 1.000 Quadratmeter erweitert.

Dezentralisierung stärkt ländlichen Raum

Das sei ein wichtiges Signal zur Dezentralisierung von Bildungschancen und damit ein weiterer richtiger Schritt zur Stärkung des ländlichen Raums. „Der Tourismus ist zweifelsohne der bedeutendste Arbeitgeber und wichtigster Wirtschaftsfaktor in Landeck. Durch die Fortsetzung und den weiteren Ausbau des universitären Studienlehrgangs bekommen junge Menschen im Tiroler Oberland die Möglichkeit, eine hochqualitative Ausbildung im Bereich Tourismus zu absolvieren. Und das, ohne weite Strecken pendeln oder in eine andere Stadt umziehen zu müssen. Das macht Studieren für viele nicht nur einfacher, es sorgt auch dafür, dass junge, gut ausgebildete Fachkräfte der Region erhalten bleiben“, so NR Dominik Schrott.
„Regionalität bedeutet Lebensqualität und ist der Schlüssel für eine positive Zukunft unseres Landes“, ist Schrott überzeugt. Immerhin leben zwei Drittel der Menschen in Österreich im ländlichen Raum. Umso wichtiger ist es, eine Brücke zwischen den urbanen Zentren und den Regionen zu schlagen. „Wir müssen die Dezentralisierung dringend weiter vorantreiben. Nur das wird letztlich dafür sorgen, dass der regionale Lebensraum langfristig erhalten bleibt. Das betrifft nicht nur den Bildungsbereich, sondern auch die Gesundheitsversorgung oder die öffentliche Verwaltung. Durch die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung können heute zum Beispiel viele Aufgaben in die einzelnen Regionen verlagert werden. Auch in diesem Bereich müssen wir – insbesondere in Wien – an einer raschen Umsetzung arbeiten“, so Schrott abschließend.
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