13.07.2016, 10:41 Uhr

Oberes Gericht: Sonderförderung sorgt für Investitionsschub

Firstfeier beim Quellalpin: Die Arbeiten am neuen Kaunertaler Hallenbad gehen zügig voran. (Foto: Kaunertal Tourismus)

Bei der 5. Sitzung des Fördergremiums des regionalwirtschaftlichen Förderprogramms Oberes und Oberstes Gericht wurden elf neue Projekte genehmigt.

OBERES GERICHT. Das Gebiet des Planungsverbandes Oberes und Oberstes Gericht im Bezirk Landeck ist seit 1. Juli 2014 als EU-Regionalfördergebiet ausgewiesen worden und hat seit 1. Jänner 2015 vom Land Tirol zusätzlich ein maßgeschneidertes regionalwirtschaftliches Förderprogramm (RWP) erhalten. Insgesamt zehn Millionen Euro werden in zehn Jahren seitens des Landes Tirol in diese Region fließen, in der ein Viertel der Bevölkerung, rund 10.000 EinwohnerInnen, aus dem Bezirk Landeck lebt.
„Das Land Tirol schnürt ein Zukunftspaket, das den Menschen in der gesamten Region zu Gute kommen soll. Wir wollen damit Arbeitsplätze und Perspektiven schaffen und so die Attraktivität der Region erhöhen. Zudem gewinnt eine Region nur dann an Attraktivität, wenn ausreichend Investitionen in Stärke – und Zukunftsfeldern erfolgen“, erläutert BH Dr. Markus Maaß die Zielrichtung des regionalwirtschaftlichen Förderprogrammes.


Weitere elf Projekte beschlossen

Am 23. Juni 2016 tagte in der BH Landeck das Fördergremium mit Vertretern der Region und des Landes Tirol und es konnten elf Projekte positiv bewertet werden.
RegioL-Geschäftsführer Gerald Jochum freute sich insbesondere darüber, dass mit den beschlossenen Förderungen 2016 aus dem RWP, die knapp über 800.000 Euro ausmachen, insgesamt Investitionen in der Höhe von über 12 Mio. Euro (davon allein 5 Mio. Quellalpin-Kaunertalcenter) Euro ausgelöst werden können.
„Ein Euro Förderung aus dem Sonderförderprogramm löst somit grob 10 Euro an Investitionen aus. Wenn dieser Schnitt beibehalten werden kann, dann wäre das sensationell und würde einen Investitionsschub von über 100 Mio. Euro für die Region von insgesamt 10.000 Einwohner bedeuten", so Jochum.
Investitionen, Innovationen sind aber nicht Selbstzweck sondern müssen erst zum Wohle der Region umgesetzt werden. Die angesprochenen Investitionen bringen und erhalten Arbeitsplätze in der Region, womit ein weiteres Ziel des Sonderförderprogramms erreicht wird.

Touristischer Schwerpunkt

Einen Schwerpunkt der Investitionen bildet der Tourismus. So wurden fast die Hälfte der Fördermittel für Qualitätsverbesserung in den Tourismusbetrieben Hotel Linde in Ried i.O., Hotel Bergblick in Nauders, Haus Heimatglück in Nauders, Aparthotel Arabella in Nauders sowie in das neue Kaunertaler Hallenbad „Quellalpin“ investiert.
Im selben Aktionsfeld konnte auch Fa. Metallbau Brunner aus Pfunds für den Neubau einer Halle und Anschaffung eines Hallenkrans finanziell unterstützt werden.
Auch kleinere Privatzimmervermieter nützen die unkomplizierte Möglichkeit zur Förderung und erneuern ihre Unterkünfte wie z.B. Albin Plangger aus Pfunds oder Helmut Wolf aus Nauders.
Das Aktionsfeld Ortskernrevitalisierung wurde mit einer Förderung der Sanierung des Alten Widums in Ried i.O. für Dr. Robert Stefan angesprochen.
Das Themenfeld Erneuerbare Energie, wo eigene Qualifizierungsmaßnahmen für das heimische Gewerbe im Bereich Photovoltaik mit Batteriespeicher sowie Wärmerückgewinnung für Hotel- und Freizeiteinrichtungen in Umsetzung stehen, war auch auf der Tagesordnung zu finden. Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher der Fa. STECON in Nauders wird ebenso finanziell unterstützt, wie die Umstellung der Straßenbeleuchtung der Gemeinde Fendels auf LED.

Erfreuliche Bilanz

Insgesamt wurden somit bis Ende Juni 2016 insgesamt 46 Projekte behandelt mit: 28,87 Mio. Euro Projektvolumen, davon 28,47 Mio. betriebliche/private Investitionen.
Damit werden:
- 58 neue Arbeitsplätze (davon 21 w) geschaffen und 294 (davon 118 w) Arbeitsplätze erhalten
- 6 neue Produkte /DL geschaffen
- 846 m² Wohnraum geschaffen
- 270 m² Geschäftsfläche geschaffen
- 372 Personen Wohnbevölkerung in der Region gehalten
- 284.850 Euro prog. Komm. Steuer pro Jahr für die Gemeinden erzielt
- 195.422 kWh Strom pro Jahr produzierte/eingesparte Energie erzielt
- 31.268 Euro Stromkosten/ Jahr eingespart
- 81,5 Tonnen CO² pro Jahr eingespart
Ergänzend dazu wird der Planungsverband auch weiterhin in den Genuss der LEADER- und INTERREG-Förderungen kommen. „Mit gebündelten Kräften arbeiten wir an Impulsen für die Region und werden dafür alle nunmehr gegebenen Möglichkeiten ausschöpfen“, fasst Bezirkshauptmann Markus Maaß zusammen.
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