04.10.2014, 09:10 Uhr

ÖGB kritisiert Schließung des Sozialministeriumservices in Landeck

Auch der Landecker Gemeinderat hat sich in einer Resolution einstimmig gegen die angekündigte Schließung der Sozialministeriumservice-Außenstelle ausgesprochen.

Regionalsekretär Graswander: „Menschen mit Behinderung verlieren wichtige Anlaufstelle“

LANDECK. Mit Jahresende wird die Außenstelle des Sozialministeriumservice in Landeck nach 15-jährigem Bestehen geschlossen. Roland Graswander, Oberländer ÖGB-Regionalsekretär, kritisiert die Schließung: „Eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung geht verloren. Aufgrund der demografischen Lage war und ist diese Außenstelle für Betroffene enorm wichtig“, so Graswander.
Die Fahrt nach Innsbruck wird für Menschen mit Behinderung zu einer organisatorischen Herausforderung. „Ich verstehe die Schließung nicht. Die Frequenz war kontinuierlich hoch und der Bedarf ist da, eben weil die Wege aus dem Oberland kurz waren. Ich verurteile die Tendenz, im Sozialbereich zunehmend die Sparschraube anzusetzen“, erklärt Graswander.
„Besonders Menschen mit Behinderung haben es in Zeiten der Krise besonders schwer, im alltäglichen Leben und besonders in der Arbeitswelt. Eine zielgerichtete regionale Betreuung ist also das Gebot der Stunde. Einsparungen sind der falsche Weg“, schließt Graswander.
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