08.10.2014, 10:52 Uhr

Prävention gegen Einbrücke

Mehr Prävention: Einbrecher schlagen besonders häufig im Herbst zu. (Foto: P8/Tir. Versicherung)

Im Herbst steigt das Risiko für Einbruchsdiebstähle in Eigenheime und Wohungen

BEZIRK. "Die Anfallszahlen bei Wohnungs- und Wohnhauseinbruchsdiebstählen waren in den vergangenen Jahren im Bezirk Landeck auf sehr niederem Niveau", berichtet Bezirkspolizeikommandant Werner Hauser. Gerade in der Herbstzeit steigt durch das frühere Einsetzen der Dämmerung das Risiko für Einbruchsdiebstähle in Eigenheime und Wohnungen. "Umso wichtiger ist es, sich durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen, welche oft mit einfachen Mitteln gesetzt werden können, gegen einen möglichen Einbruch zu schützen. Dennoch soll die Bevölkerung nicht verunsichert sondern das Bewusstsein geschärft und sensibilisiert werden", so Hauser.
Bevorzugte Objekte der Kriminellen sind Wohnungen und Häuser, die von der Straße aus nicht eingesehen werden können, in einer ruhigen Wohnsiedlung oder entlang von Hauptverkehrsrouten liegen. Ein Einbruch in die eigenen vier Wände bedeutet für viele Menschen einen großen Schock. Für die Betroffenen wiegen die Verletzung der Privatsphäre und damit der Verlust des Sicherheitsgefühles oft schwerer als der materielle Schaden.

Tipps für Prävention

Experten der Kriminalpolizeilichen Beratung geben Tipps, wie man sich vor einem Einbruch schützen kann: Licht im Haus oder in der Wohnung hält dubiose Gestalten meist vom Haus fern. Beim Verlassen des Hauses/der Wohnung sollte beispielsweise in einem Zimmer das Licht eingeschaltet bleiben. Licht ermöglicht Einbrechern allerdings auch Einsicht in die Räume, daher sollten Jalousien geschlossen oder Vorhänge zugezogen werden. Im Außenbereich ist die Installation von Bewegungsmeldern empfehlenswert, damit sich das Licht einschaltet, wenn sich jemand dem Haus nähert.
Vor dem Weggehen sollten die Fenster geschlossen werden, denn gekippte Fenster sind für Einbrecher „offene“ Fenster. Rollläden sollten so gesichert werden, dass sie von außen nicht hochgeschoben werden können. Fenster und Terrassentüren sollten mit absperrbaren Griffen ausgerüstet werden oder es sollten zusätzliche Verriegelungen angebracht werden. Bei Fenstern und Glastüren den Schlüssel nie innen stecken lassen. Schließzylinder sollten nicht vorstehen. Sie können mit Sicherheitsbeschlägen geschützt werden. Lichtschachtgitter sollten gesichert werden. Leitern, Werkzeuge und anderes Material, dass Kriminelle für einen Einbruch verwenden könnten, sollten nicht im Freien liegen gelassen werden. Bei längerer Abwesenheit Nachbarn oder Bekannte ersuchen, dass sie regelmäßig den Briefkasten entleeren und Werbeprospekte von der Eingangstür entfernen. In tragbaren Kassetten sollten niemals Bargeld, Schmuck oder Wertpapiere aufbewahrt werden. Geldschränke sollten im Boden und in der Wand verankert werden. Unterstützen Sie die Polizei bei der Verhinderung und Aufklärung von Eigentumsdelikten. Bevor man sich für ein Alarmsystem entscheidet, sollte man sich von Fachleuten der Kriminalpolizeilichen Beratung oder in einem Fachgeschäft beraten lassen.


Verdächtige Wahrnehmungen melden

Wenn Sie Interesse an einer persönlichen kriminalpolizeilichen Beratung haben, können Sie diese kostenlos über ihre zuständige Polizeiinspektion in Anspruch nehmen. Sollten sie verdächtige Wahrnehmungen machen, scheuen Sie nicht davor zurück, umgehend, zu jeder Tages- und Nachtzeit, telefonisch (059133) oder über Notruf (112 oder 133) die nächste Polizeidienststelle zu verständigen. Nur unter Mithilfe der Bevölkerung kann die Polizei effektiv gegen Einbruchskriminalität vorgehen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.