11.04.2017, 09:10 Uhr

Volksschule Angedair: Startschuss für Umbau

Volksschule Angedair: Mit einem Spatenstich wurde der Startschuss für die Umsetzung des 7,7-Mio.-Euro-Projekts gegeben.

7,7 Millionen Euro werden in die Sanierung investiert. Die Fertigstellung erfolgt im Herbst 2018.

LANDECK (otko). Mit einem offiziellen Spatenstich wurde vergangenen Freitag der Startschuss für den Umbau und die Modernisierung der Volksschule Angedair gegeben. Mit 7,7 Millionen Euro Brutto ist das Vorhaben das bisher finanziell größte Projekt, dass die Stadtgemeinde Landeck umsetzt. Allerdings hat das Projekt eine lange Vorgeschichte, wobei die Sanierung nach dem Architektenwettbewerb aufgrund explodierender Kosten sogar einmal auf der Kippe stand.
"Schlussendlich ist es uns nun doch gelungen und alle haben an einem Strick gezogen. Durch das jahrelange Engagement vieler verdienter Leute, ist es eine tolle Sache für die Stadt, die SchülerInnen, LehrerInnen und alle Beteiligten geworden", resümierte Bgm. Dr. Wolfgang Jörg bei der anschließenden Pressekonferenz.

Offenes Lernen

Architektin Lucie Vencelidesova vom Büro Franz&Sue stellte nochmals das Projekt vor: "Vor zwei Jahren hat unser Büro den Wettbewerb gewonnen. Das Wettbewerbsprojekt wurde aber nochmals komplett überarbeitet und jetzt passen die Kosten." Die Bausubstanz des über 100 Jahre alten Gebäudes wird saniert. Der Mitteltrakt wird abgerissen und in der Lücke wird ein neuer Klassentrakt dazu gebaut. Im Schulhof wird zudem ein neuer Turnsaal gebaut, der auch den neuen Haupteingang beherbergt. "Im Innenbereich entsteht durch die Öffnung der Klassenräume ein Haus für den moderner Schulbetrieb, wo kleiner Gruppenunterricht möglich sein wird", erläuterte Vencelidesova.
Für Direktorin Daniela Lehmann ist die Umsetzung ein freudiger Anlass: "Bildungseinrichtungen des 21. Jahrhunderts sind Orte der neuen Lernkultur, in denen personalisiertes Lernen ermöglicht, Kreativität entfaltet und Demokratie gelebt wird." In diesem Zusammenhang dankte sie auch der Stadtgemeinde für die gelebte Partizipation bei der Projekterstellung. "Unsere Bedürfnisse wurden von allen Seiten wahrgenommen. Das Architekturbüro hat sich nach innen verwirklicht und sich nicht nach außen hin ein Denkmal gesetzt", lobte die Direktorin.

Große Herausforderung

Die Bauarbeiten beginnen mit dem neuen Turnsaal. Bis zum Sommer werden der Schulbetrieb und die Sanierung parallel abgewickelt. Danach folgt die Absiedlung für ein Schuljahr. "Unsere Hauptaufgabe war es, die Logistik abzuwickeln. Für uns war es ein Ding der Umöglichkeit, dass während des Umbaus der Unterricht in der VS Angedair abgewickelt wird. Zudem hätte dies die Bauphase von eineinhalb auf zweieinhalb Jahre verlängert", betonte Vizebgm. Peter Vöhl, Obmann des Schulausschusses. Jeweils fünf Klassen werden in die Volksschulen Perjen und Bruggen ausgelagert, zwei in das Gymnasium und eine in die Fachberufsschule. Die Kosten für die zusätzlichen Busverbindungen betragen 120.000 Euro Netto. Dazu kommen noch ca. 17.000 Euro an Mietkosten.
Im Rahmen eines Elternabends wurden die Eltern der zukünftigen Erstklässler bereits informiert. "Der Transport der SchülerInnen hat einigen Eltern durchaus Sorgen bereitet. Allerdings haben wir Eltern gefunden, die die Kinder freiwillig begleiten", so Lehmann.
Bgm. Jörg appellierte während der Bauphase an alle Verständnis zu zeigen: "Es wird Dinge geben, die Ärger verursachen."


Kosten einhalten

Als Kostenrahmen für den Umbau und die Sanierung der VS Angedair hat der Landecker Gemeinderat 7,7 Mio. Euro Brutto beschlossen. "Derzeit sind wir rund um die Uhr beschäftigt, diesen einzuhalten. Wir machen aus diesem Gebäude eine herausragende Geschichte und ich bin überzeugt, dass es wenige Einrichtungen gibt, die mit so wenig Budget so viel machen", verwies Josef Liegl (GemNova). Nach den ersten Ausschreibungen lag man 270.000 Euro über den Kostenschätzungen. "Durch eine Reihe von Einsparungen, die ohne Qualitätsverlust gemacht wurden, ist man wieder viel näher am ursprünglichen Ziel", betonte Stadtchef Jörg.
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