29.09.2014, 08:52 Uhr

Landeck: Gerüchte über eine Kasernen-Schließung

Sparpaket beim Bundesheer: Auch die Landecker Kaserne soll geschlossen werden.

Laut "profil" soll die Pontlatz-Kaserne geschlossen werden. Bgm. Wolfgang Jörg plädiert für den Erhalt.

LANDECK (otko). Das Bundesheer muss sparen und so brodelt derzeit die Gerüchteküche. Laut einen Bericht von "profil" sollen österreichweit fünf Kasernen geschlossen werden, darunter auch die Pontlatz-Kaserne in Landeck. Eine Bestätigung gibt es dafür allerdings nicht. Laut Verteidigungsministerium soll es am Freitag konkrete Informationen geben.
Der Landecker Bgm. Wolfgang Jörg betont, dass er offiziell von Seiten des Bundesheeres nichts bekommen habe. Allerdings wehrt er sich gegen eine kolportierte Schließung: "Wir brauchen Manipulationsflächen für Katastrophenfälle und der Stützpunkt in Landeck ist wichtig für das gesamte Oberland." Erst heuer habe die Stadtgemeinde nachgefragt, ob es möglich sei nicht benötigte Flächen zu erwerben und eine Absage erhalten. "Ich hoffe auf politische Unterstützung und hab auch bereits mit dem Landeshauptmann telefoniert", verweist der Landecker Stadtchef.
LT-Vizepräsident Anton Mattle meinte in einer ersten Reaktion, dass wir uns dagegen wehren müssen. Auch LH Platter ist gegen weitere Kasernenschließungen. Für Tirol sei es unerlässlich, dass der Katastrophenschutz in bewährter Form funktioniere und die militärische Infrastruktur dafür vorhanden sei. "Ich erwarte mir klare Informationen des Verteidigungsministers, was er für das Bundesheer in Tirol plant und werde mich dafür einsetzen, dass sich keine gefährliche Lücke bei der Bewältigung von Katastrophenereignissen auftut", betonte Platter in einer Aussendung.


Abzug von öffentlichen Stellen

Für FPÖ-Bezirksparteiobmann GR Mathias Venier steht fest: „die Bundesregierung gefährdet den Katastrophenschutz, ein glatter Anschlag auf die Bevölkerung.“ Gegen die Schließung spricht klar die erst vor wenigen Jahren durchgeführte Renovierung und Ausbau zum KIOP Ausbildungsstandort. „Die ideale und bewährte Lage bei Katastropheneinsätzen wie z.B. Hochwasser oder Lawinenunglücken“, so Venier. Die wirtschaftliche Bedeutung für die Region sei ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Eine Schließung wäre ein weiterer Schritt in Richtung Abzug von allen öffentlichen Stellen aus Landeck. Auch die gerade beschlossene Schließung der Außenstelle des Bundessozialamtes reihe sich in diese Liste ein.
„Diese Bundesregierung ist samt Ihrem Verteidigungsminister reif für den Rückzug. Ich fordere anstelle von Millionen für Asylanten im ganzen Land eine anständige Versorgung des Bundesheeres und damit die Gewährleistung der Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürgern.“ Von ranghohen Personen der Pontlatz Kaserne sei zu erfahren, dass derzeit nicht von Einsatzbereitschaft gesprochen werden könne. „Beispielsweise verfügt die Kaserne seit geraumer Zeit über keinen Treibstoff und ist damit lahmgelegt. Da sich eine Katastrophe in der Regel nicht rechtzeitig vorher ankündigt, ist die vom Verteidigungsminister getätigte Meldung des flächendeckend vorhandenen Katastrophenschutzes eine glatte Lüge. Alles eine große Schande“, so Venier abschließend.
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