23.09.2016, 09:10 Uhr

Landeck: Uni-Campus wird ausgebaut

Am LanTech-Areal sind neue Räumlichkeiten für das Bachelorstudium geplant.

Gemeinderat ebnete Weg für ein neues Geschäftsgebäude, in dem weitere Räume für das Bachelorstudium entstehen.

LANDECK (otko). Das Bachelorstudium "Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus" hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Das sechssemestrige Bachelorstudium am Standort Landeck wird gemeinsam von Universität Innsbruck und UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik betrieben. Ab 3. Oktober belegen rund 240 Studierende die akademische Ausbildung. Aufgrund des anhaltend großen Ansturms platzen die bisherigen Räumlichkeiten im Obergeschoss der MPreis-Filiale in Bruggen aus allen Nähten. Am Beginn hatten die Macher mit rund 30 Einsteigern pro Studienjahr gerechnet.

Platzproblem lösen

Das Platzproblem soll mit einem zusätzlichen Angebot gelöst werden. Ende Juli hatte der Landecker Gemeinderat in einer außerordentlichen Sitzung den Bebauungsplan für ein neues Geschäftsgebäude der Lebensmittelkette MPreis am LanTech-Gelände einstimmig beschlossen. Hier soll zukünftig im Obergeschoss auch das Bachelor-Studium seinen Campus, auf einer Fläche von 800 Quadratmetern, aufschlagen – das führt in etwa zu einer Verdoppelung des Platzangebotes.
Vergangenen Donnerstag wurde bei der Gemeinderatssitzung auch der Antrag für die "Änderung der Kernzone für Einkaufszentren" einstimmig angenommen. "Es ist eine Entscheidung des Landes, aber es schaut nicht schlecht aus, da alles akkordiert ist", betonte Vizebgm. Thomas Hittler, Obmann des Planungsausschusses.
Allerdings hat es gegen den Bebauungsplan innerhalb des Auflagefrist einen Einspruch vom Landecker Unternehmer Gerhard Walser gegeben. "Die Stellungsnahme ist aus sachlichen Gründen abzulehnen", betonte Hittler und auch die anderen Mandatare stimmten zu, den Einspruch abzuweisen. Innerhalb der neuen Auflagefrist können wiederum Einsprüche geltend gemacht werden. Ob dies zu einer weiteren Verzögerung des Projekts führt kann derzeit nicht gesagt werden.


Mehr Raum zum Lernen

Geplant ist, dass bereits im Herbst 2017die ersten Studenten in den neuen Räumlichkeiten unterrichtet werden sollen. Der dringend benötigte Hörsaal für 120 Personen ist hier ebenfalls vorgesehen. Zusätzlich sind eine Hörsaal mit 50 Plätzen und ein Seminarraum mit 20 Plätzen sowie diverse Nebenräume in der Planung berücksichtigt. Mit einer Begegungszone soll es den Studierenden ermöglicht werden, sich in kleineren Gruppen zu treffen, den Austausch zu suchen und die Kommunikation untereinander zu fördern.

Campus-Idee als Ziel

Zum Thema Bachelorstudium merkte GR Manfred Jenewein (SPÖ) an, dass sich aufgrund der erfreulichen Entwicklung die Uni inzwischen auf verschiedene Standorte verteile. "Jedes Jahr kommt eine kleine Etappe dazu. Besser wäre ein Standort mit einem Studentenheim anstatt eines Flickwerks gewesen", deponierte Jenewein seine Kritik in Richtung Land. Auch GR Ahmet Demir (Grüne) meinte, dass Landeck eine Wohnungsproblem bekommen wird. "Die Campusidee wurde im Vorfeld nicht ernst genommen", so Demir.
Stadtrat Jakob Egg (ÖVP) verwies auf die Erfolgsgeschichte. "Die Zugkraft und das Einzugsgebiet wurden unterschätzt. Es wird sich dann lösen lassen, wenn die Absolventen in der Wirtschaft sind. Dann kann langfristig geplant werden", betonte Egg.
Bgm. Dr. Wolfgang Jörg entgegnete, dass es in dieser Sache Kontakt mit dem Land gebe: "Eine Art Uni-Campus ist das große Ziel. Die Zugkraft des Studiums ist jedenfalls gut für unsere Stadt".
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