15.10.2014, 13:07 Uhr

Leserbrief: "Sannakraftwerk Wiesberg-Zams", von Franz Schönsleben, Pians

PIANS/LANDECK. Einfacher Gemeindebürger an die
Bürgermeister Landeck, Zams, Stanz, Grins, Pians, Tobadill, Strengen und alle beteiligten Mandatare!
Was will man innerhalb einer Generation noch alles vernichten. Unser einziges Gut was wir haben ist die Natur, die wir an die nächsten Generationen unversehrt weitergeben sollen.
Es kann doch nicht sein, dass man aus der Sanna und einem Teilstück des Inn ein Rinnsal macht. Wir vergeben unsere letzte Chance, den Wassersport zu forcieren, wobei wir von Gotteshand dieses Geschenk – wildrauschender, unberührter Fluss – erhalten haben.
Was bekommen wir – wenn das Kraftwerk errichtet wird:
Geld – vielleicht in Jahrzehnten??? Ein Wasserloch auf geologisch labiler Hanglage wie z.B. Pians-Quadratsch auf einem Rutsch und Kriechhang, 3 Jahre Bauzeit mit Zu- und Abtransport des Baumaterials über die Paznauntalbundesstraße und Pians-Silvretta (Staub-Lärmbelästigung sowie Gesundheitsgefährdung speziell bei Kindern), Schwallbecken in den Zammer Feldern – Nebelbildung?? siehe z.B. Imsterau, keinen einzigen Arbeitsplatz, Kostenrisiko für die Gemeinden, je Gemeinde 3,7% Beteiligung – wer hat das Sagen bei einer GesmbH? Wo bleiben denn alle erforderlichen Gutachten?
Überdies empfehle ich allen Bewohner die in Quadratsch, Margarethen, Gurnau, Graf, Grins, Stanz, Stanzerleiten und Perjen wohnen die Detailpläne – Verlauf der Wasserstollen – einmal anzusehen, denn da sieht man genau wie man betroffen ist oder eben nicht! (Sicherlich einsehbar bei den einzelnen Gemeinden – auf der Homepage www.wasserkraft-sanna.at sind per 9.10.2014 nur alte Pläne – Stand Juli 2013!!!
Um jedoch die Pianner Gemeindebürger vor den Urgewalten des Lattenbaches (Verbauung) zu schützen, ist kein Geld da. Um den Tourismus zu fördern und entsprechende Radwege, Laufwege, Wasserwelten usw. von Landeck Richtung St. Anton bzw. Galtür mit entsprechender Infrastruktur zu bauen ist kein Geld da. Aber um die Natur dauerhaft zu ruinieren hat man anscheinend Geld!!
Ich hoffe, dass die Kraft des Wasser die nachfolgenden Generationen vor Ort so erleben dürfen wie wir sie erlebt haben und bin überzeugt, dass die Mehrheit der Mandatare die über dieses Projekt abstimmen dieses Juwel schützen. Geld ist nicht alles.

Franz Schönsleben,
Pians
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Günter Kramarcsik aus Landeck | 15.10.2014 | 19:54   Melden
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