14.02.2018, 11:16 Uhr

Neu: bedarfsorientiertes Ferienbetreuungsmodell

Für LRin Beate Palfrader hat die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oberste Priorität. (Foto: © Elisabeth Pöll)

Landesregierung setzt weiteren Schritt zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es werden 70 neue Kinderbetreuungsplätze im Bezirk Landeck dadurch entstehen.

BEZIRK LANDECK. Ab März 2018 führt das Land Tirol auf Initiative von Bildungslandesrätin Beate Palfrader eine bedarfsorientierte Betreuung von schulpflichtigen Kindern in den Ferien ein. „Mit dieser neuen Form der Betreuung setzt die Tiroler Landesregierung einen weiteren wichtigen Schritt hin zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, begründet LRin Palfrader ihr Engagement und dankt Finanzreferent LH Günther Platter für seine Unterstützung.

Dem Jahresurlaub von in der Regel fünf Wochen pro Elternteil stehen jährliche Ferien und schulfreie Tage im Ausmaß von rund 14 Wochen gegenüber. Konkret soll es daher künftig möglich sein, in Gemeinden, in denen es keinen Hort gibt, weil schulpflichtige Kinder während des Unterrichtsjahres die schulische Tagesbetreuung oder einen alterserweiterten Kindergarten besuchen, während der Weihnachts-, Semester-, Oster-, Sommer- und eventuellen Sonderferien eine bedarfsorientierte Ferienbetreuung anzubieten.

Diese soll in Schulräumen der jeweiligen Gemeinde ab fünf angemeldeten Kindern zwischen zwei und zwölf Wochen im Jahr von montags bis freitags jeweils von zumindest 7.30 bis 14 Uhr durchgeführt werden können und einen Mittagstisch enthalten. „Zahlreiche Gemeinden in Tirol haben Interesse daran, mit Hilfe einer Landesförderung ein solches Ferienbetreuungsangebot zu schaffen“, informiert LH Platter.

70 neue Kinderbetreuungsplätze im Bezirk Landeck

Darüber hinaus zahlt das Land Tirol über 7,8 Millionen Euro an 33 öffentliche und private Kinderbetreuungseinrichtungen in ganz Tirol aus. Im Bezirk Landeck profitieren die Gemeinden Kappl, See, Tösens und Serfaus sowie das Krankenhaus St. Vinzenz in Zams von den Fördergeldern in Höhe von insgesamt 939.000 Euro.

Mit den Zuschüssen können unter anderem Öffnungszeiten verlängert, gemeindeübergreifende Angebote geschaffen, die Gruppengrößen verkleinert und Kinderkrippen, Kindergärten und Horte erweitert, modernisiert oder neu gebaut werden. Tirolweit entstehen dadurch 888 neue Kinderbetreuungsplätze, darunter 70 im Bezirk Landeck. „Verbesserte Kinderbetreuungsangebote tragen wesentlich dazu bei, Eltern zu stärken und zu entlasten“, sehen LH Platter und LRin Palfrader diese Förderung nachhaltig investiert.
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