22.04.2016, 15:40 Uhr

SPÖ-Frauen Landeck setzen beim Thema Arbeit auf Dialog mit Frauen vor Ort

SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Brigitte Trötzmüller (li.) und Helga Fink bei der Befragungsaktion in Landeck. (Foto: SPÖ)

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit bleibt wichtigstes Anliegen. Landeckerinnen im Österreichvergleich 28,6 Prozent im Nachteil.

LANDECK. „Der Kontakt mit den Frauen vor Ort ist uns besonders wichtig“, schildert die Landecker Bezirksfrauenvorsitzende Brigitte Trötzmüller. Die Landecker SPÖ-Frauen nutzen daher Straßenaktionen um nachzufragen, was gut funktioniert und wo der Schuh drückt. Aktuell stehen die Themen Arbeitszeit und Arbeitswert im Fokus. Im Zuge eines Dialogprozesses werden in ganz Österreich Befragungen durchgeführt. Die Ergebnisse fließen dann in die politische Arbeit ein.
„In Landeck zeigt sich einmal mehr, dass der Dauerbrenner gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit den Frauen ganz besonders wichtig ist. Auch Kinderbetreuungseinrichtungen, die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie ermöglichen wurden besonders häufig genannt“, fasst Trötzmüller zusammen.

Landeck ist österreichweit der Bezirk mit den niedrigsten Einkommen. Frauen verdienen in Landeck durchschnittlich 869,- Euro pro Monat (Männer 1467,-), bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung sind es 1570,- Euro (Männer 2075,-). Auf den österreichweiten Einkommensschnitt fehlen den Landeckerinnen damit laut Lohnsteuerstatistik 2014 309,- (28,6 Prozent) bzw. 281,- Euro pro Monat.
„Nicht einmal ein Viertel der Landeckerinnen haben einen ganzjährigen Vollzeitarbeitsplatz. Das hat natürlich weitreichende Auswirkungen auf die Pension. Der Druck in der Arbeitswelt steigt. Es gibt also viel zu tun, um die Situation für die Beschäftigten zu verbessern“, so Trötzmüller.
Bei ganzjähriger Vollzeitarbeit verdienen Frauen im Bezirk Landeck 24,4 Prozent weniger als Männer. Nach Branchen betrachtet ist übrigens der Unterschied im Bereich Beherbergung und Gastronomie am geringsten, im Handel und im öffentlichkeitsnahen Bereich am größten.
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