03.04.2017, 09:08 Uhr

Zams schloss auch 2016 positiv ab

Erfreuliche Zahlen: Die Gemeinde Zams hat auch 2016 einen Überschuss erwirtschaftet.

Die Jahresrechnung der Gemeinde Zams weist einen Überschuss von 606.155 Euro auf. Weitere Großprojekte stehen an.

ZAMS (otko). Bgm. Siegmund Geiger konnte bei der Gemeinderatssitzung vergangenen Donnerstag geordnete finanzielle Rahmenbedingungen präsentieren. "Der Jahresabschluss ist sehr erfreulich. Wir haben einen Überschuss von 606.155 Euro erwirtschaftet. Damit hat die Gemeinde noch einen gewissen finanziellen Spielraum", bilanzierte der Dorfchef. Der ordentliche Haushalt weist bei Einnahmen von 9.660.626 Euro und Ausgaben von 9.044.470 Euro einen Überschuss von 606.155 Euro auf. Nicht ausgeglichen mit einem Abgang von 163.611 Euro ist aber der außerordentliche Haushalt.
Der Verschuldungsgrad ist 2016 auf 38,89 Prozent (2015: 27,31 Prozent) gestiegen. Der Schuldenstand ist auf 5,6 Mio. Euro (2015: 4,3 Mio. Euro) angestiegen. Insgesamt flossen rund 584.000 Euro (Tilgung und Zinsen) in den Schuldendienst. Daneben hat die Gemeinde noch 1,6 Mio. Euro an Haftungen (Venet Bergbahnen AG, Immo KG). Dazu kommen auch noch diverse Haftungen in den Gemeindeverbänden.
Auch die Rücklagen verringerten sich im abgelaufenen Jahr von 714.700 Euro auf 588.180 Euro.
"Viele umgesetzte Großprojekte wie die Erschließung Finais oder der Umbau der Buntwegkreuzung wurden 2015 auf Schiene gebracht und wirkten sich budgetär im Jahr 2016 aus. Trotz der vielen Infrastrukturprojekte ist der Schuldenstand nicht schlecht", erläuterte Geiger. Durch die starke Entwicklung der Betriebe wurden 1,5 Mio. Euro an Kommunalsteuern eingenommen.
Steigende Ausgaben
Negativ bemerkte das Zammer Dorfoberhaupt, dass die Transferzahlungen an das Land Tirol (Sozial- und Gesundheitsbereich) ständig steigen würden. 2016 wurde um 3,8 Prozent mehr überwiesen. Zudem gibt es auch Steigerungen bei den Personalkosten, die bereits 23,3 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen. "Durch die Aufrollung der Vorrückungsstichtage werden die Personalkosten heuer auf 25 Prozent der Ausgaben steigen", so Geiger.
Da bereits 450.000 Euro als Überschuss in das Budget für 2017 eingeplant sind, sollen die verbliebenen 156.000 Euro für unvorhergesehene Sachen vorgesehen werden.

Sparen und Budgetdisziplin

In der anschließenden Diskussion verwies Bgm. Geiger, dass die Bereiche Soziales, Gesundheit und Kinderbetreuung finanzielle Herausforderungen für die Zukunft seien. "Daneben stehen weitere Großinvestitionen wie die Erweiterung des Seniorenzentrums oder die beiden Pflegekliniken an. Zudem kann sich auch das derzeit günstige Zinsniveau wieder ändern".
GV Mathias Venier (FPÖ) stellte fest, dass die Einnahmen aus der Kommunalsteuer eins zu eins von den Personalkosten aufgefressen werden. "Insgesamt ist größte Vorsicht bei den Ausgaben geboten. Die Ausgaben werden steigen und wir müssen gerade an Projekten sparen, die künftig personalintensiv sein könnten."
Für GV Herbert Frank (SPÖ) ist nun Sparen angesagt. "Wir verbauen tausende Euros in die Infrastruktur und hoffen durch die Ansiedlung von Betrieben, dass wieder Geld zurückfließt."
Vizebgm. Josef Reheis (ÖVP) verwies darauf, dass der Verschuldungsgrad heuer Richtung 48 Prozent geht. "Es stehen viele Projekte an und wir können keine großen Sprünge machen. Zudem sind im 1. Quartal die Abgabenertragsanteile um sechs bis sieben Prozent gesunken."
Schließlich wurde die Jahresrechnung einstimmig angenommen und der Bürgermeister entlastet.
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