21.12.2017, 12:00 Uhr

Ischgl als ein Geheimtipp für Freerider

Das Freeridegebiet Ischgl ist besonders schneesicher und profitiert von seiner Lage. (Foto: TVB Paznaun-Ischgl)

Bei Genussskifahrern ist Ischgl auf der ganzen Welt bekannt, dabei ist das Gebiet auch für Freerider ein echtes Paradies. Der Ischgler Local Hannes Walser kennt die besten Abfahrten.

ISCHGL. Unzählige präparierte Pisten, gehobene Gastronomie und Konzerte in einmaliger Kulisse – das ist Ischgl. Was viele aber nicht wissen: Ischgl ist auch für Freerider und Powder-Liebhaber bestens geeignet und noch ein echter Geheimtipp. Das Gebiet ist auf einer Höhe von über 2.000 Metern besonders schneesicher und profitiert außerdem von seiner Lage. Niederschlagsfronten erreichen Ischgl nicht nur aus einer Himmelsrichtung, sondern aus Nord- und Südwesten. Das verspricht jede Menge Schnee. Ein weiterer Pluspunkt: Hier gibt es kein Wettrennen um die besten Runs. Auch Tage nach dem letzten Schneefall findet man noch unverspurte Rinnen und Abfahrten, die dabei noch direkt vom Skigebiet zugänglich sind. Einen möglichen Einstieg bietet die Piz Val Grondabahn. Die Pendelbahn befördert bis zu 150 Personen auf 2.812 Meter. Abseits des Mainstreams erschließen sich hier unberührte Tiefschneeabfahrten direkt ab der Bergstation über weite Hänge und verspielte Kuppen bis ins Fimba sowie über knapp 900 Tiefenmeter zur Gampenalp. Dabei kommen nicht nur Profis auf ihre Kosten, auch Einsteiger können erste Schwünge im Tiefschnee direkt neben der Piste ziehen. Wo die am besten gesetzt werden? Freeride-Local Hannes Walser weiß es.


Insider-Tipps von Freeride-Local Hannes Walser

Hannes Walser, Berg- und Skiführer der Skischule Ischgl, kennt das Gebiet wie seine Westentasche. Freeriden ist für den 32-Jährigen nicht nur Sport, sondern Leidenschaft. „Egal ob privat oder mit Gästen, es gibt für mich nichts Schöneres als einen Tag im Ischgler Offpiste-Gelände zu verbringen“, erklärt der gebürtige Ischgler. „Die Anzahl und Vielseitigkeit der Runs beeindruckt mich immer wieder. Von einem Moment auf den nächsten kommt man von einer belebten Piste in die völlig unberührte Natur.“ Neben den Bedingungen sind für den Berg- und Skiführer vor allem auch die entsprechende Ausrüstung und fachliche Kompetenz in Lawinenkunde und Orientierung Voraussetzung für den Spaß abseits der gesicherten Pisten. Für Ortsfremde ist ein erfahrener und ortskundiger Guide aus der Skischule Ischgl, wie Hannes selbst, meist die beste und sicherste Lösung. Für alle, die sich im Gelände sicher bewegen und Ischgl ohne Aufstieg abseits der Pisten unter die Skier nehmen wollen, hat Hannes seine drei beliebtesten Freeride-Spots zusammengestellt:

„Nederberg“ Piz Val Gronda

Level: leicht
Höhenmeter Abfahrt: ca. 750
Höhenmeter Aufstieg: 0
Beschreibung: Die Abfahrt beginnt direkt an der Bergstation der Piz Val Grondabahn und führt Freerider über weite Hänge hinunter ins Fimba. Hier ist man ganz ohne Aufstieg plötzlich mitten im Backcountry und kann die Stille und Natur genießen. Zurück ins Skigebiet geht es über den Skiweg der Heidelberger Hütte.


„Höllkar Seite“

Level: mittel
Höhenmeter Abfahrt: ca. 300
Höhenmeter Aufstieg: 0
Beschreibung: In das im Durchschnitt 28 Grad steile und sehr weitläufige Face zu gelangen, ist nicht aufwendig. Ab geht es gleich in der ersten Kehre von Piste Nr. 32. Von dem mehr oder weniger ausgesetzten Grat lässt sich die ganze Flanke einsehen und jeder kann seine optimale Line wählen. Aber Achtung: Wintersportler, die mit der „Höllkarbahn" unterwegs sind, können jeden Move ganz genau beobachten.


„Velillrinnen“

Level: mittel bis schwer
Höhenmeter Abfahrt: 250 bis 400
Höhenmeter Aufstieg: 0
Beschreibung: Die „Velillrinnen“ sind direkt und ohne Aufstieg von Piste Nr. 4 erreichbar. Vorsicht: Diese Runs sind nichts für Anfänger oder schwache Nerven! Gute Freerider finden hier im bis zu 40 Grad steilen Gelände jedoch Spaß ohne Ende.

Weitere Informationen unter www.ischgl.com.
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