17.10.2014, 18:55 Uhr

Der Wert der Sanna als Wildwasserstrecke kann mit über 140 Millionen beziffert werden!

Bild 1: künstliche Wildwasserstrecke in Wien mit Investitionskosten und Bezugszahlen. (Foto: Von mir erstelltes Tableau mit eigen Fotos und Pressefotos von Verbund Wasserarena)

Wenn man diese Wildwasserstrecke der Sanna künstlich auf eine Länge von 7,1 km bauen müsste, dann ergibt sich dieser Wert.

Siehe Bild 1!

Die Strecke als wichtigste Infrastruktur ist hier kostenlos von der Natur zu haben. Die ergänzenden Infrastrukturen (siehe Bild 2) wurden von den Raftingunternehmen geschaffen, wie Lagerräume für Ausrüstung und Boote, Garagen für Fahrzeuge und Anhänger (Transportmittel), Sanitär- und Umkleideräume, Büro- und Kundenräume, Gastronomie und Unterkünfte, sowie Ein- und Ausstiegstellen.

Mit diesem Tableau möchte ich aufzeigen, dass anderen Orts wie in Wien künstliche Wildwasserstrecken um viel Geld gebaut werden. Von Naturnähe ist hier nicht viel zu spüren. Ein Fahrt kann auf dieser 250 m langen Betonstrecke samt Förderbandfahrt längstens 5 Minuten dauern. In 1 Stunde kann man also 12x diese Strecke befahren.

Solche Kunstbauten zeigen jedoch nicht nur den Wert von natürlichen Wildwasserstrecken auf, sondern sie führen die "Großstädter" an ein Abenteuererlebnis heran, welche über kurz oder lang dann unsere Gäste sein werden, denn das Bedürfnis nach naturnahen und längeren Fahrten wird mit jeder Fahrt im Betonkanal größer und größer.

Mehr dazu findet ihr hier unter Vienna-Wildwasser-Arena

Einen detaillierten Bericht über alle Wildwasserstrecken und deren Wert findet ihr hier unter: ÜBER 2 MILLIARDEN AN TOURISMUS- INFRASTRUKTUR WIRD VERNICHTET!

Mit dem Sanna- KW ist man also drauf und dran, eine sehr wertvolle Tourismus- und Freizeiteinrichtung zu zerstören!


Das KW- Sanna soll laut INFRA 90 Mio. an Investitionskosten erfordern. Dieser Investition steht ein Bestand im Wert von mind. 140 Mio. Euro gegenüber! Solch einen Unsinn nennt man volkswirtschaftlichen Wahnsinn, zumal die Wertschöpfung aus diesem Titel um ein Vielfaches größer ist, als vom Sanna- KW zu erwarten ist!

Die Sanna ist die Streif unter dem Oberländer Wildwasser und auch nicht jeder Kitzbühler Gast fährt mit seinen Schiern die Streif hinunter. Trotzdem ist sie aus dem Angebot von Kitzbühel nicht weg zu denken! Dies gilt auch für die Sanna auf dem Gebiet des Wildwassersportes!

Von den insgesamt 110.000 beförderten Kunden in Raftingboote im Tiroler Oberland werden ca. 10% (im Mittel) davon auf der Sanna befördert. Wildwassererfahrung ist nämlich eine Voraussetzung für eine Fahrt auf der Sanna, außer es sind gleichzeitig einige Safty- Boote im Einsatz, wie dies beim Sannafest der Fall war! Siehe Bericht dazu.

Pro Betriebsmonat erzeugt das Sanna- Kraftwerk im Jahresdurchschnitt (ist über 12 Monate im Betrieb, wenn auch sehr unterschiedlich) ohne Rücksicht auf den Wildwassersport 83 GWh Strom. Daraus ergibt sich ein monatlicher Erlös von 207.500 €. Selbst wenn sich der Stromhandelspreis verdoppelt, wird nur ein Erlös von 415.000 €/Monat erzielt! (Siehe Bild 3)

Die Gesamtregion Tiroler Oberland erwirtschaftet hingegen in der 5- monatigen Saison einen Erlös von 12,3 Mio. Euro pro Monat! Davon fallen 10% an die Sanna ab, ergibt einen Erlös mit der Sanna von monatlich 1,23 Mio. Euro! Auf das Jahr bezogen ergibt sich ein Jahreserlös von 6,15 Mio. aus dem touristischen Wildwassersportangebot! Diesem Jahreserlös stehen nur 2,49 Mio. Euro aus dem KW- Betrieb gegenüber!

Es wird kein einziger Arbeitsplatz durch das Kraftwerk geschaffen. Das wurde bereits von den Projektbetreibern eingestanden! Die Sanna sorgt hingegen mit deren 10%- Anteil für ca. 50 direkte Saisonarbeitsplätze und ca. 9 direkte Jahresarbeitsplätze, neben der vielen indirekten Arbeitsplätze welche damit gesichert werden können! 3 von mehr als 1 Dutzend Betriebe mit Konzession für die Sanna sind in unserem Bezirk die stärksten Nutzer der Sanna! (siehe Bild 4)

Makroökonomisch betrachtet wäre die Vernichtung der Sanna als Wildwasserstrecke sogar ein Schaden für die Gemeinden, denn die Einnahmenverluste aus diesem Titel sind um ein Vielfaches größer, als jemals nach etlichen Generationen an Erlöse daraus erzielt werden könnten! Immerhin stellte Dr. Pircher fest, dass das wirtschaftliche Ergebnis des Kraftwerks katastrophal sein wird! (Siehe Bild 5)

Schaut euch auch noch meine Eigenkommentare an, dort findet ihr weitere Erklärungen und Rückschlüsse mit Auswirkungen des Sanna- KW auf unser touristisches Angebot und den sich daraus ergebenden Folgen!

Unter Bild 2 gibt es auch eine Rätselfrage. Bin auf eure Schätzungen gespannt.
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Poldi Lembcke aus Ottakring | 17.10.2014 | 22:40   Melden
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Günter Kramarcsik aus Landeck | 18.10.2014 | 00:11   Melden
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Karin Polanz aus Bruck an der Mur | 18.10.2014 | 12:54   Melden
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Günter Kramarcsik aus Landeck | 18.10.2014 | 17:38   Melden
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Reinhard TRENKER aus Salzburg Stadt | 18.10.2014 | 20:30   Melden
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Günter Kramarcsik aus Landeck | 18.10.2014 | 22:19   Melden
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Karin Polanz aus Bruck an der Mur | 19.10.2014 | 16:55   Melden
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Günter Kramarcsik aus Landeck | 24.10.2014 | 02:32   Melden
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Reinhard TRENKER aus Salzburg Stadt | 24.10.2014 | 11:52   Melden
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Günter Kramarcsik aus Landeck | 24.10.2014 | 16:05   Melden
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