13.03.2017, 12:26 Uhr

Die Praxis der erlernten Theorie

Die Schüler der Projektgruppe „Stromforschung“ der VS Pettneu mit Direktor Emanuel Mathies (rechts), EWA-Bereichsleiter Michael Zauser (links) und den beiden EWA-Mitarbeitern Andreas Frisch und Johannes Schmid. (Foto: EWA St. Anton am Arlberg/Lisi Zangerl)

EWA St. Anton am Arlberg: SchülerInnen der Volksschule Pettneu erhielten eine Kraftwerksführung.

ST. ANTON/PETTNEU. Wieviel Volumen Wasser befindet sich im Kartell Stausee? Und ab wann kann Strom denn überhaupt gefährlich sein? Diese und noch viele weiteren Fragen rund um das Thema „Strom“ bekam eine Projektgruppe von Schülern der VS Pettneu im Rahmen einer Kraftwerksbesichtigung der Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton am 10. März durch Bereichsleiter Michael Zauser detailliert erklärt.
Regelmäßig werden von Seiten der Energie- und Wirtschaftsbetrieben der Gemeinde St. Anton informative Führungen, besonders auch für Schulen, quer durch alle Betriebszweige (Energiebereich, Dienstleistung, Kommunales, Bauhof, etc.) angeboten. An der Volksschule Pettneu wird seit diesem Schuljahr ein besonderes Projekt realisiert, die sogenannten „Freitagsträume“ ermöglichen Kindern, Themenschwerpunkte frei nach ihren persönlichen Interessen zu wählen. Eines der insgesamt 16 Themen widmete sich der Stromforschung – die Projektgruppe besuchte kürzlich gemeinsam mit Pädagoge und VS-Direktor Emanuel Mathies eine betriebseigene EWA-Kraftwerksanlage. Dass Strom nicht nur unverzichtbar, sondern auch gefährlich sein kann, war den Kindern nicht neu. „Strom kann bereits ab 50 Volt tödlich sein – eine Steckdose verfügt über 220 bis 230 Volt Stromspannung“, informiert der Fachmann und Leiter des Bereichs Energiewirtschaft der Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton, Michael Zauser. Nicht schlecht staunten die Kinder auch über das Volumen eines Speichersees: „Jener im Moostal fasst ein Volumen von 8 Millionen Kubik Wasser, das sind in etwa so viel wie 40 Millionen volle Badewannen“, so Zauser. Neben detaillierten fachlichen Informationen, interessierten sich die Kinder besonders auch für technische Details sowie das komplexe Überwachungssystem: „Von hier aus wird 24 Stunden pro Tag und 365 Tage im Jahr alles überwacht“, erklärt Zauser. Der Besuch im EWA-Kraftwerk bildete den krönenden Abschluss des Schulprojektes - die „Grundlagen der Elektrotechnik“ erlernten die Kinder bereits im Rahmen der theoretischen Vorbereitung: Serien- und Parallelschaltungen wurden dabei gefertigt, mit Strombaukästen wurde gearbeitet und auch das Spiel „Der heiße Draht“ kam bei diesem Projektthema zum Einsatz.
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