11.02.2017, 10:20 Uhr

Handl Tyrol: Baubeginn für dritten Standort

Die Handl Tyrol Geschäftsführer Karl Christian (li. ) und Markus Handl investieren in Haiming investierten 55 Mio. Euro in einen dritten Tiroler Standort. (Foto: Handl Tyrol)

Das Familienunternehmen HANDL TYROL hat nach erfolgtem positivem Baubescheid mit den Bauarbeiten für die neue Speckproduktion in Haiming begonnen. Die Inbetriebnahme soll im 2. Quartal 2018 stattfinden. Im ersten Bauabschnitt werden rund 60 Mitarbeiter beschäftigt. Für das Areal in Haiming hat man sich 2015 nach konstruktiven Gesprächen im Einklang mit der Bevölkerung sowie den Gemeinde- und Behördenvertretern entschieden.

PIANS/HAIMING. Das Tiroler Traditionsunternehmen ist im Tiroler Oberland stark verwurzelt und zählt zu den größten Arbeitgebern in der Region. Zur Sicherung eines langfristigen, nachhaltigen Unternehmenswachstums war das Unternehmen auf der Suche nach einem weiteren Standort und wurde schließlich in der Gemeinde Haiming fündig. Auf dem 2016 erworbenen Areal in der ersten Bauphase ein Produktionsbetrieb für die Tiroler Speckspezialitäten errichtet. Dies soll ein weiteres Erschließen neuer Exportmärkte erlauben und uns auch am Heimmarkt als Botschafter von Tiroler Genusskultur stärken.
Eine interne Projektgruppe von HANDL TYROL hat gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut sowie dem Planungsteam von ATP in den vergangenen drei Jahren ein nach modernsten Gesichtspunkten ausgestaltetes Produktionsgebäude konzipiert. „Das teils zweigeschossige Gebäude wird nach dem neuesten Stand der Technik errichtet. In der ersten Baustufe wird die Speckproduktion mit Sozial- und Verwaltungsbereichen sowie Technikflächen entstehen“, beschreibt Geschäftsführer Karl Christian Handl. Bei der Vergabe der Arbeiten an die bauausführenden Unternehmen wurde besonders auf Tiroler Traditionsunternehmen geachtet und nur technische Einrichtungen die nicht in Tirol oder Österreich erhältlich sind, werden von Spezialisten aus Deutschland oder Italien zugekauft.

Ideales Zusammenspiel

Das gesamte Projekt zeigt auch optisch ideal das Zusammenspiel von Tradition und Moderne. Eine markante Stein-Fassade wird das Erscheinungsbild des Verwaltungsgebäudes prägen. Das Produktionsgebäude gibt durch die beige Oberfläche den Räumen eine Leichtigkeit sowie entsprechende optische Wärme und diese Wärme wurde bei der Innraumgestaltung fortgeführt, um eine hohen Wohlfühlfaktor und Raumatmosphäre zu schaffen.
So wie die Produktionsflüsse optimiert wurden, hat man auch sämtliche Energie- und Nebenprozesse nach modernsten Planungsstandards (Integrale Planung) ausgearbeitet. Das Energiekonzept ist für die nachhaltige und flexible Nutzung der Gebäudeteile maßgeschneidert. Beispielsweise wird nahezu der gesamte jährliche Wärmebedarf durch Wärmerückgewinnung selbst gedeckt.
Als ein sehr wichtiges neues Element im Sinne der Mitarbeiter wird auch für den Produktionsbereich eine biorhythmisch konzipierte LED Raumbeleuchtung eingeführt werden. Durch unterschiedliche Farbtemperaturen und Lichtstärken kann so der menschliche Organismus aktiviert oder beruhigt werden – seinem natürlichen Lauf folgend bedeutet dies für die Mitarbeiter höchstes Wohlbefinden und Unterstützung im alltäglichen Arbeitsablauf.


Unternehmenswachstum

Der neue Produktionsstandort in Haiming ist die Basis für ein gesundes und Generationen übergreifendes Unternehmenswachstum. Der Hauptsitz wird nach wie vor in Pians sein. Dort wird in Zukunft die Rohwurstproduktion ausgebaut sowie die Kleinserien- und Manufaktur-Spezialitätenproduktion stattfinden. Am Logistikstandort in Schönwies ist das zentrale Lager inklusive sämtlicher Verpackungsdienstleistungen und am Südtiroler Standort in Naturns wird verstärkt der Südtiroler Markenspeck hergestellt.

Eckdaten zum Projekt

Gesamtfläche: 8,8 Hektar
Umbauter Raum: 222.000 m3
Nutzfläche: ca. 20.000 m2
Baubeginn: Jänner 2017
Geplante Inbetriebnahme: 2. Quartal 2018
Mitarbeiterzahl in Haiming bei Produktionsstart: ca. 60 Mitarbeiter Investitionsvolumen: 55 Millionen Euro
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