16.11.2016, 09:10 Uhr

Natura 2000: Hörl gegen Fleckerlteppich

Bezirksobmann Anton Prantauer (li.) begleitete Landesgeschäftsführerin Daniela Kampfl und Landesomann Hörl beim Bezirkstag.

Der Wirtschaftsbundes-Landesobmann hinterfragt ein Schutzgebiet inmitten des Ischgler Skigebietes.

ZAMS/LANDECK (otko). Einen Landeck-Tag absolvierte vergangenen Freitag Franz Hörl. Landesobmann des Wirtschaftsbundes. Begleitet wurde er dabei von Landesgeschäftsführerin Daniela Kampfl und Wirtschaftsbund-Bezirksobmann Anton Prantauer. Neben einem Besuch der Firma Prantauer in Zams wurde auch das neue Betriebsareal der Firma Konrad Traxl besichtigt. Begeistert zeigte sich Hörl auch vom Landecker Frischemarkt und von der Leistungsgemeinschaft Landeck-Zams. Im Anschluss folgte ein Treffen mit den WB-Ortsobleuten im Jägerhof in Zams.
"Als Touristiker bin ich viel im Bezirk unterwegs, aber ich bin von der Dichte der Unternehmen im Landecker Talkessel überrascht. Beim Frischemarkt wird Regionalität gelebt und es ist eine vorbildliche Initiative für die Belebung der Innenstadt. Hier ziehen alle an einem Strang", zeigte sich Hörl begeistert. Lobende Worte gab es auch für das Landecker Bachelorstudium "Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus.

Hirnrissige Idee

Natürlich kam der Zillertaler Touristiker auch zu den Themen Naturschutz und Natura 2000 zu sprechen. "Wir brauchen so einen Naturschutz, dass Gebiete geschützt werden und der Mensch auch noch Leben kann", so Hörl. Als eine Frechheit bezeichnete er eine kürzlich publizierte Schweizer Studie, worin behauptet wird, dass seit 1970 die Dauer der Schneebedeckung in Gebieten von 1.100 bis 2.500 Meter über dem Meeresspiegel um 37 Tage kürzer geworden sei. "Diese Studie ist eine reine Panzerei. Hier sind falsche Daten genommen worden, die nur Teilaspekte berücksichtigen. Nicht jede Klima-Panikmache ist eine Aufregung wert", verweist Hörl. Gerade im Bezirk Landeck stehe der Wintersport hoch im Kurs.
Auch die ganze Diskussion zum Thema Natura 2000 sei zu hinterfragen. "Es wurde immer behauptet, dass wir Schlusslicht sind. Bereits jetzt stehen 15 Prozent der Landesfläche unter Schutz", betont der Landesobmann. Auf des geplante Natur-2000-Schutzgebiet in Ischgl angesprochen, meinte er, dass dort mit der Landespolitik vereinbart wurde, dass es ohne die Zustimmung der Grundeigentümer nicht komme. "Bisher gibt es keine Zustimmung. Zudem ist es hirnrissig gewisse Flecken in einem Skigebiet zu einem Natura-2000-Gebiet zu machen. Vom Hausverstand her kapiert es keiner, was 200 bis 300 Quadratmeter-Flecken bringen sollen", kritisiert Hörl.
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