12.06.2017, 09:10 Uhr

Sparkasse Imst AG: Immobilenmarkt in Landeck langfristig werthaltig

Informierten bei einem Pressetermin auf der Baustelle des Mehrgenerationenhauses von Familie Walch in Karres über den Immobilienmarkt in Imst und Landeck: v.l. Sparkassen Vorstand Meinhard Reich, Architekt DI Dietmar Ewerz, Luca Scoppetta von sReal, Bauherr Andreas Walch, Kundenbetreuerin Stefanie Raffl, Andreas Huter, Leiter der Abteilung wohn² in der Sparkasse Imst AG und Martin Haßlwanter, Vorstand der Sparkasse Imst AG. (Foto: Sparkasse Imst AG)

Die Sparkasse Imst AG gibt ein klares Bekenntnis für den Wohnbau ab: Steigende Immobilienpreise im Tiroler Oberland sind kein Indiz für eine Blase, sondern das Ergebnis einer natürlich steigenden Nachfrage bei gleichzeitig begrenzten Bauland-Reserven. Heimische Wohn-Immobilien betrachten die Experten der Bank als fundamental werthaltig.

BEZIRK LANDECK. Große Beachtung fand Ende 2016 eine Warnung durch den Europäischen Ausschuss für Systemrisiken unter Vorsitz von EZB-Chef Mario Draghi. Das Gremium warnte vor einer Überhitzung des Immobilienmarktes aufgrund steigender Preise bei gleichzeitig robustem Kreditwachstum. Die Entwarnung durch die Österreichische Nationalbank (OeNB) folgte prompt: Die Situation in Österreich unterscheide sich grundlegend von der in anderen europäischen Ländern. In Österreich sei vor allem der Anteil an Finanzierungen aus Eigenmitteln deutlich höher, der Anteil an „faulen“ Krediten liegt nur bei 1,9 Prozent. Gleichzeitig verwies OeNB-Chef Nowotny auf erfolgreich absolvierte Stresstests, denen sich die Banken hierzulande unterwarfen. Diese haben klar gezeigt, dass die heimischen Privathaushalte Anstiege bei den Zinsen gut verkraften würden. Soweit die Analyse auf europäischer und österreichischer Ebene. Doch wie sieht die Situation im regionalen Umfeld aus, insbesondere im Tiroler Oberland?


Natürliche Gründe für Preisentwicklung

Die Sparkasse Imst AG hat im Rahmen einer Presseveranstaltung eine deutliche Einschätzung dazu abgegeben. „Wir sehen derzeit keine Indikatoren für eine Immobilienblase. Wir erleben zwar einen starken Preisanstieg. Aber dieser ist nicht spekulativen Gründen geschuldet, sondern hat vielmehr natürliche Ursachen. Es gibt ganz klare Faktoren, die für eine langfristige Werthaltigkeit des heimischen Immobilienmarktes sprechen“, betonen die beiden Sparkassen-Vorstände Meinhard Reich und Martin Haßlwanter. Zu diesen natürlichen Ursachen zählen vor allem die speziellen topographischen Voraussetzungen in Tirol mit dem geringen Anteil an frei verfügbarem Baulandreserven. Von den 13 Prozent bebaubarer Fläche, sind nur noch 4 Prozent nicht verbaut.

Mehr Wohnraum benötigt

Gleichzeitig benötigen immer mehr Menschen in Tirol und auch in den Bezirken Imst und Landeck Wohnraum. Denn trotz geburtenschwacher Jahrgänge wächst die Wohnbevölkerung. Österreichs Westen mit Tirol und der Bodenseeraum sind neben Wien und Prag derzeit die einzigen Bevölkerungs-Wachstumsräume in Mitteleuropa. Einer der Gründe dafür: Die hohe Lebensqualität in diesen Regionen verursacht konstanten Zuzug. Gleichzeitig gibt es einen massiven Anstieg an Ein-Personen-Haushalten. Bis zum Jahr 2050 prognostiziert die Statistik Austria einen Zuwachs von 55% bei den Single-Haushalten. Bei den Zwei-Personen-Wohneinheiten sind dies immerhin noch +31%. Sprich: Der Bedarf an leistbarem Wohnraum steigt permanent.

sREAL: Langfristiges Preiswachstum als Indikator für Werthaltigkeit
Die Vorstände der Sparkasse Imst AG weisen zudem auf das Fehlen eines wesentlichen Kriteriums für eine Immobilienblase hin – der kurzfristig entfachte Preisanstieg dem ein ebenso abrupter Absturz folgt. „Die Fakten sprechen hier eine ganz klare Sprache. Die Preisentwicklung im Tiroler Oberland ist langfristig stabil“, erklären Meinhard Reich und Martin Haßlwanter. Luca Scoppetta, Immobilienfachberater von s REAL, legte dazu Daten von s REAL in Abstimmung mit dem WKO-Preisspiegel vor. So kostete in Imst eine durchschnittliche Neuwohnung pro m² im Jahr 2013 noch 2.325 Euro, in Landeck 2.225 Euro. 2016 war diese Wert auf 2.848 Euro (Imst) bzw. auf 2.651 Euro (Landeck) gestiegen. Die Transaktionszahlen an Immobilien (Wohnungen, Häuser, Grundstücke) von s REAL sind im Bezirk Imst von 476 im Jahr 2014 auf 635 im Jahr 2016 angewachsen. Im Bezirk Landeck wuchs diese Zahl von 294 auf 365.


Auch für 2017 positive Einschätzung

„Die generelle Einschätzung für den Tiroler Immobilienmarkt im Jahr 2017 ist durchaus positiv. Die wachsende Nachfrage befeuert die langfristige Preisentwicklung“, betont auch Andreas Huter, Leiter der Abteilung wohn² der Sparkasse Imst AG. Sämtliche Prognosen gehen von mehr Nachfrage (+2,7%), mehr Angebot (+2,3%), aber auch höheren Preisen (+2,3%) aus. Tiroler Einfamilienhäuser waren bisher schon hochpreisig und werden es auch weiterhin bleiben. Die Experten erwarten für 2017 einen Preisanstieg von +4,0%.


Preisschere in Österreich

Offensichtlich wird in diesem Zusammenhang auch eine innerösterreichische Preisschere. Gebrauchte Wohnungen in Tirol sind fast doppelt so teuer wie in Kärnten oder der Steiermark, gebrauchte Wohnhäuser rund dreimal so teuer wie z. B. im Burgenland. Während man in Niederösterreich zuletzt für rund 378.000 Euro ein „ganzes“ gebrauchtes Haus mit 169 m² Wohnfläche erhielt, bekommt man für den selben Wert in Tirol nur noch 0,58 Hausanteil. Für private Haushalte stellt Tirols Rolle als Immobilienpreis-Lokomotive einen durchaus problematischen Trend dar. Aus der Perspektive der Bewertung der Immobilienpreise ist die Entwicklung allerdings auch ein fundamentales Indiz für die stabile Werthaltigkeit.


Mehrgenerationen-Haus als leistbares Wlohnkonzepot

Dennoch: Über kurz oder lang wird auch im Tiroler Oberland frei verfügbares Bauland knapp. Der Traum vom Eigenheim lässt sich aufgrund des laufenden Preisanstiegs zunehmend schwieriger realisieren. Der Rolle gemeinnütziger Wohnbauträger kommt hier eine wichtige Rolle zu, um Wohnraum leistbar zu halten. Daneben besteht eine der Chancen, diesem Dilemma wirkungsvoll zu begegnen, im Schaffen so genannter Mehrgenerationen-Häuser. Ein Experte für die Planung von Mehrgenerationen-Häusern ist Architekt Dietmar Ewerz vom Büro teamk2. Er sieht in diesem Ansatz ein absolutes Zukunftsmodell. „Die Vorteile liegen gerade bei Um- und Zubauten auf der Hand. Die Grundstückskosten entfallen, bestehende Substanz lässt sich nutzen und auch energetisch ertüchtigen. Dies schafft in Summe erhebliche preisliche Vorteile. Und letztlich bestehen klare Vorteile in der gegenseitigen sozialen Unterstützung und Hilfestellung. Früher war dies das klassische Modell“, so Ewerz.

Entscheidung über gemeinsame Immobile bewusst abwägen

Der erfahrene Planer aus Imst, der mit seiner Familie selbst in einem entsprechend gestalteten Mehrgenerationen-Objekt lebt, betont allerdings auch die Notwendigkeit genauer Abwägung im Vorfeld des Baus. „Natürlich sollte man größtmögliche Privatheit für jede der Parteien schaffen. Es kann Begegnung geben, sie muss aber nicht stattfinden. Vor allem sollten sich Alt und Jung aber darüber austauschen, ob es für sie grundsätzlich passt und man ein Gespür für die jeweiligen Bedürfnisse hat. Die Eckpfeiler des Zusammenlebens, zu denen vor allem Toleranz zählt, müssen geklärt und gewährleistet sein“, so Ewerz.

wohn²: Führende Servicedrehscheibe in Sachen Eigenheim

Die Investition in die eigenen vier Wände ist für die meisten Menschen in jedem Fall die wichtigste finanzielle Herausforderung. Das wohn²-Center der Sparkasse Imst AG hat sich für dieses Lebensprojekt als führende Informations- und Servicedrehscheibe in Sachen Wohnbau im Tiroler Oberland etabliert. Rund 400 Wohnbau-Projekte begleiten die Experten des Bankinstituts pro Jahr bei der Realisierung – von der Beratung und Abwicklung in Sachen Förderansuchen bis hin zur Eigenheimfinanzierung. Diese spezialisierte Beratungsleistung bietet die Sparkasse Imst AG vor allem in ihren drei wohn²-Centern in Imst, Landeck und Längenfeld.
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