30.01.2012, 13:16 Uhr

„Talent-Card“ hilft bei der richtigen Wahl

Dem Lehrlingsmangel im Bezirk will ein "Arbeitskreis Wirtschaft - Schule" jetzt entgegenwirken.

Der jüngste demografische Wandel in der Wirtschaft ließ 13 Wirtschaftstreibende und Lehrer aus allen relevanten Schultypen im Bezirk zusammenkommen. „Die Lehrlingszahlen sind erstmals unter die magische Zahl 2000 gefallen“, informiert Andreas Grüner, Vorsitzender des „Arbeitskreises Wirtschaft-Schule“.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, soll nun mittels Berufsorientierung (BO) den SchülerInnen geholfen werden ihre Möglichkeiten nach der Schule besser erkennen zu können. Die Clemens-Holzmeister-Schule Landeck (Neue Mittelschule) gilt in Sachen BO als Vorreiter. „Berufsorientierung findet immer mehr Wertung an den Schulen“, glaubt Grüner. Helmut Pauli, Direktor der Clemens-Holzmeister-Schule Landeck, betont: „Wir starten mit Berufsorientierung in der ersten Klasse und ziehen es vier Jahre durch.“ In der „Berufsorientierungsmappe“ sollen die SchülerInnen Informationen über die „duale Ausbildung“ sammeln können und ein Bild darüber bekommen über welche Stärken und Schwächen sie verfügen, so Pauli.

Außerdem soll zukünftig die „Talent-Card“ SchülerInnen der achten und neunten Schulstufe, die vor der Entscheidung Lehre oder Schule stehen, helfen die richtige Entscheidung zu treffen. Die „Talent-Card“ passiert auf freiwilliger Basis, der ein wissenschaftlich geprüfter Test vor aus geht, der Talente, Interessen und Neigungen der Jugendlichen ermittelt, erklärt Klaus Schuler von der WK Landeck. „Große Firmen verlangen bereits eine Talent-Card“, bestätigt Schuler.

Ebenso ist es ein Anliegen des Arbeitskreises für das Modell „Lehre und Matura“ zu werben. „Lehre ist keine Einbahnstraße“, so Grüner. Derzeit entscheiden sich etwa 50 Prozent aller Pflichtschulabgänger im Bezirk für eine Lehre, sagt Schuler. Für die Unternehmer entstehe durch dieses Modell kein Mehrkostenaufwand, bestätigt Schuler.
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