West Side Story
Chapeau Yutaka Sado

Tony und Maria in noch glücklichen Tagen
  • Tony und Maria in noch glücklichen Tagen
  • hochgeladen von Reinhard Hübl

Das hat er wirklich gut gemacht. Yutaka Sado am Pult des Tonkünstler Orchesters Niederösterreich dirigiert die Musik zum Filmmusical „West Side Story“ aus dem Jahr 1961 - die Uraufführung des Musicals fand im September 1957 im Winter Garden Theatre in New York City statt - und zwar so genial, dass einem der Mund offen steht. Punktgenau werden die Einsätze getroffen. Der Film bekam 10 Oscars und einen Grammy.

Worum geht es: Zwei rivalisierende ethnische Jugendbanden - die „Jets“, US-Amerikaner unter ihrem Anführer Riff, und die puerto-ricanischen „Sharks“ mit ihrem Anführer Bernardo - kämpfen um die Vorherrschaft in einem Stadtteil von Manhattan. Die Auseinandersetzungen eskalieren, als sich Tony, ein Freund von Riff, und Maria, Bernardos Schwester, bei einer gemeinsamen Tanzveranstaltung der beiden Gangs ineinander verlieben. Die Jets schlagen einen klärenden Zweikampf zwischen ihnen und den Sharks vor. Tony versucht, dies auf Marias Wunsch hin zu verhindern, doch es kommt zwischen den Anführern zum Kampf, bei dem Riff getötet wird und Tony daraufhin Bernardo ersticht. Ungeachtet dessen verzeiht ihm Maria, und sie planen eine gemeinsame Zukunft. Sie bittet Anita, Bernardos Witwe, den Jets ein Friedensangebot zu überbringen, doch die versuchen, Anita zu vergewaltigen. Daraufhin behauptet diese, dass Maria erschossen wurde. Die beiden Liebenden suchen einander in den Straßen der West Side, doch als sie aufeinander zulaufen, wird Tony von einem Shark erschossen. Er stirbt in den Armen seiner Geliebten.

Leonard Bernstein (Musik) und Stefan Sondheim (Text) hat aus dem Sozio-Drama eine glänzenden Story geschmiedet. Hass führt zu Hass. Die Spirale der Abneigung setzt sich fort. Vergleiche zu heute sind durchaus angebracht.
Die Musik, die unterschiedliche Rhythmik, die Tanzszenen, der dramaturgische Aufbau sind ein Gesamtpaket hoher bildhafter Kunst. Schade, dass sie nicht dabei waren.

Eine nächste Möglichkeit, Bernstein zu hören, gibt es 28.10.: „Mass“. Das Radio-Symphonie Orchester unter Dennis Russell David wird die konzertante Aufführung leiten.

Infos und Tickets: www.Konzerhaus.at

Reinhard Hübl

PS.: Soeben erreicht mich eine letzte Nachricht des Konzerthauses

Erstmalig digitales Abo im Wiener Konzerthaus

Seit dieser Saison bietet das Wiener Konzerthaus erstmals einen Streaming-Zyklus an. Gemeinsam mit der Online-Plattform takt1 wurde ein digitales Abo aufgelegt: Sieben Konzerte sind im Laufe der Saison im Live-Stream am Computer, Tablet, Handy oder Fernseher zu erleben. Außerdem stehen die Konzerte auch im Nachhinein in der Mediathek von takt1 zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an Menschen, die nicht vor Ort in Wien in die Konzerte oder aus sonstigen Gründen nicht ins Wiener Konzerthaus kommen können. Zusätzlich stehen den Abonnentinnen und Abonnenten auf takt1 weitere Liveübertragungen, z. B. aus dem Concertgebouw Amsterdam, dem Konzerthaus Dortmund und der Philharmonie de Paris, sowie eine Mediathek von 2000 hochkarätigen Konzert- und Opernaufnahmen aus aller Welt zur Verfügung.

Mit der langfristig angelegten Zusammenarbeit eines Konzerthauses mit einem externen Streamingdienst nimmt die Wiener Konzerthausgesellschaft in der sich schnell entwickelnden Welt der Konzertübertragung eine Vorreiterrolle ein. Eine derartige Kooperation ist aktuell einmalig.

Das nächste Konzert des digitalen Abos steht kommende Woche an:

Dienstag, 16. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Great Voices: Juan Diego Flórez

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