Bregenzer Festspiele
Ein Narr, ein paar Ritter und eine Prise Schlumberger

Die Bühne ist noch nicht fertig. Aber die Konturen sind sichtbar.
  • Die Bühne ist noch nicht fertig. Aber die Konturen sind sichtbar.
  • Foto: Bregenzer Festspiele
  • hochgeladen von Reinhard Hübl

Der Hauptsponsor Schlumberger lud in die Kellerwelten ein. Ich mag den Geruch des Gewölbes. Ein wenig modrig, der Sekt gärt vor sich hin, der Kellermeister rüttelt die Flaschen. Klingt alles etwas archaisch, doch am Ende wird ein guter Tropfen daraus. In dieser Krypta fand heuer die Wien-Pressekonferenz der Bregenzer Festspiele statt. Es ist die 74. Auflage. Die Karten sind zu 80% vergeben. Da ist noch Luft nach oben.

Hauptereignis ist Rigoletto auf der Seebühne. Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl will nicht allzu viel verraten, wie er die Verdi-Oper anlegen wird. Die Beschaffenheit der Bühne, der Wind und der See sind enorme Herausforderungen. Es ist ein ständiger Wechsel vom Schau- zum Kammerspiel. Mehr will er nicht sagen: „Schaun Sie sich das an“. Ich habe Vertrauen zu seiner Inszenierung. Seit Menschengedenken bin ich im Sommer in Bregenz, und ich wurde noch nie enttäuscht.

Im Festspielhaus hält der französische Komponist Jules Massenet mit dem „Ritter von der traurigen Gestalt“ – Don Quichotte - Hof. Der Kampf gegen die Windmühle ist sinnbildlich Wechselspiel von Phantasie und Wirklichkeit. Regisseurin ist Mariame Clément.

Ein wichtiger Bestandteil der Bregenzer Festspielspiele sind die Orchesterkonzerte. Die langjährige Zusammenarbeit mit den Wiener Symphonikern als Opernorchester und die Solo-Programme finden große Zustimmung beim Publikum. Die Aufführungen werden von Top-Dirigenten geleitet. 2018 war Andres Orozco-Estrada als kommender Chef-Dirigent der Wiener Symphoniker da, 2019 stehen Philippe Jordan, der sich bald zur Wiener Staatsoper verabschieden wird, und Fabio Luisi, Ex-Chefdirigent der Wiener Symphoniker, am Pult. Letzterer am 22.7. mit Verdis Requiem.
Intendantin Elisabeth Sobotka hat noch einige interessante Inszenierungen an verschiedenen Nebenschauplätzen programmiert.

Sie finden alle auf der Homepage der Bregenzer Festspiele. Gespielt wird heuer von 17.7.-18.8.

Infos und Tickets: https://bregenzerfestspiele.com

Reinhard Hübl

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