Althan Quartier: Ärztezentrum muss noch warten

Am Althangrund: NEOS-Klubobmann Szabolcs Nagy.

ALSERGRUND. Die bevorstehende Umgestaltung des Areals rund um den Franz-Josefs-Bahnhof wird bis 2025 rund 5.000 neue Bezirksbewohner bringen. Das wird auch Auswirkungen auf die medizinische Betreuung haben und muss bereits jetzt in die Planungen miteingerechnet werden.

Daher haben die NEOS und die SPÖ in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung einen Antrag mit der Forderung nach einer Primärversorgungseinheit eingebracht. "Sie soll zur Entlastung des Gesundheitssystems beitragen. Doch in Wien gibt es bisher nur eine solche Anlaufstelle in Mariahilf. Auch am Alsergrund ist so eine Stelle wünschenswert", erklärt Szabolcs Nagy, NEOS-Klubvorsitzender.

(Noch) keine Mehrheit

Doch konnte vorerst dafür keine Mehrheit im Bezirk gefunden werden. "Für uns wäre das neue Stadtentwicklungsgebiet am Althangrund ideal gewesen. Doch leider haben ÖVP, FPÖ und Grüne bei diesem Projekt derzeit andere Prioritäten. Grundsätzlich können sich aber auch diese Parteien ein Primärversorgungszentrum im Bezirk vorstellen", so Nagy.

Auch SPÖ-Klubvorsitzender Klaus Koberwein will das Projekt auf jeden Fall weiterverfolgen: "Die Primärversorgung ist ein sehr sinnvolles zusätzliches Angebot. Es geht dabei neben der medizinischen Versorgung auch darum, weitere Felder des Gesundheitswesens anzusiedeln, z.B. die Psychotherapie. Für den Bezirk ist das sehr wichtig."

Krankenhäuser entlasten

Die Idee hinter den Primärversorgungseinheiten ist, dass in den Bezirken Zentren geschaffen werden, in denen Allgemeinmediziner mit anderen Gesundheitsberufen zusammenarbeiten. "Bei einer kleinen Wunde ist es nicht notwendig, in ein Krankenhaus zu fahren. Für solche Fälle ist die Primärversorgung gedacht", sagt Nagy.

Dadurch könnten die Wartezeiten der Patienten deutlich verkürzt werden. Der Spitalsbetrieb wäre weniger belastet und man könnte sich dort auf die wirklichen Notfälle konzentrieren. Besonders wichtig ist für die SPÖ bei der Primärversorgung darum auch, dass diese mit Kassenverträgen arbeitet, damit auch jeder diese Anlaufstelle nutzen kann: "Es muss ganz klar ein Angebot für alle sein, nicht nur für Menschen, die eine private Zusatzversicherung haben", so Koberwein.

Mehr Menschen

Derzeit wird die Umgestaltung des Stadtentwicklungsgebiets Althangrund bereits umgesetzt. Bald werden dort viele Menschen leben und Geschäfte und Büros untergebracht sein. Durch die verkehrsmäßig gute Anbindung wäre auch ein Primärversorgungszentrum an diesem Ort zentral gut erreichbar. "Wir haben in der Bezirksvertretung ausführlich darüber diskutiert und werden dies auch weiter tun", erklärt Nagy.

Autor:

Paul Martzak-Görike aus Landstraße

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