Ehemalige Zeugen Jehovas treffen sich virtuell zum Erfahrungsaustausch

Aufgrund der gegenwärtigen Situation bedingt durch die COVID-19 Pandemie sind persönliche Treffen nicht möglich. Um auf Erfahrungsaustausch nicht verzichten zu müssen, trafen sich ehemalige Zeugen Jehovas aus ganz Österreich online mittels Videokonferenz.

Betroffene erzählten, dass sie in den vergangenen Wochen Nachrichten von ihren Angehörigen bekommen hätten, mit der Aufforderung, doch „zurück zu Jehova zu kommen“, weil „die Zeichen deutlich seien, dass das Ende unmittelbar bevorsteht“.

Die Botschaft ist nicht verwunderlich, denn die Erwartung eines unmittelbar bevorstehenden Armageddons, in dem Gott alle auf der Erde lebenden Menschen außer den Zeugen Jehovas vernichtet, wird vonseiten der Weltzentrale der Religionsgemeinschaft jetzt wieder intensiver geschürt. So verkündete Steven Lett, Mitglied des Führungsgremiums der Jehovas Zeugen, angesichts der aktuellen Pandemie: „Wir leben zweifellos in der Schlussphase der Schlussphase, kurz vor dem letzten Tag der letzten Tage“. Jehovas Zeugen sehen sich - wie andere religiöse Gemeinschaften, die sich auf eine apokalyptische Weltsicht stützen - durch die gegenwärtige Krise bestätigt. Die Situation wird genutzt, um bestehende Mitglieder enger an sich zu binden.

Verwunderlich jedoch ist die Kontaktaufnahme durch Angehörige, und zwar insofern, als dass viele Aussteiger unter dem für gewöhnlich praktizierten Kontaktverbot leiden. Angehörige und Freunde in der Gemeinschaft werden nämlich angewiesen, jeglichen Kontakt zu jemanden, der beispielsweise aus der Religionsgemeinschaft austritt, abzubrechen. Selbst die eigenen Familienmitglieder sollen den Kontakt auf ein Minimum beschränken. Den Aussteigern ist unbegreiflich, wie eine Religionsgemeinschaft mit solch einer Praxis die gesetzliche Anerkennung vom österreichischen Staat erhalten konnte.

Aber nicht nur Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden Armageddon war Thema. Eine Teilnehmerin erzählte davon, dass sie als Kind große Angst gehabt hatte - Angst vor Teufel und Dämonen. Sie war damit nicht alleine, denn Kindern, die in Jehovas-Zeugen-Familien aufwachsen, wird schon von klein auf ein Weltbild vermittelt, in dem Teufel und böse Geister eine wesentliche Rolle spielen. Wenn man beispielsweise Harry Potter liest, laufe man schon Gefahr, sich Dämonen ins Haus zu holen.

Der Austausch untereinander macht Mut. Allein schon der Umstand, sich mit Personen unterhalten zu können, die einen verstehen und die Ähnliches erlebt haben und immer noch erleben, ist hilfreich. Denn Aussteiger aus dieser kleinen religiösen Gemeinschaft bilden eine Minderheit innerhalb einer Minderheit, deren Probleme meist unverstanden und Anliegen ungehört bleiben.

Weitere Informationen:

Von Meidling bis zur Donaustadt: Die Riesenwuzzler-Tour macht ab 21. Mai in sechs Bezirken halt.
1 4

Spiel, Spaß und Action
BezirksZeitung lädt zur Riesenwuzzler-Tour

Sechs Termine, sechs Bezirke und jede Menge Spaß bietet die Riesenwuzzler-Tour allen Sportbegeisterten. WIEN. Das Runde muss ins Eckige: Am 21. Mai startet in Hietzing die Riesenwuzzler-Tour der BezirksZeitung. Dabei kann man selbst in die Rolle einer Fußballerin oder eines Fußballers in einem überdimensionalen Wuzzler schlüpfen und die eigene Mannschaft zum Sieg führen. Kleine und große Kicker willkommenOb als Familie oder Firma, mit Freundinnen, Freunden oder Vereinskolleginnen und -kollegen:...

Anzeige
2

Pink Skyvan Gewinnspiel
Wir verlosen 2 Gutscheine für einen Fallschirmsprung

Wer auf der Suche nach Nervenkitzel ist, für den haben wir das perfekte Abenteuer parat! Wir verlosen zwei Fallschirmsprünge bis zu 90 kg. Also einfach zu unserem  Wien-Newsletter anmelden und schon nimmst du automatisch am Gewinnspiel teil. Grenzenlose Freiheit in 4000m Höhe, das Gefühl schwerelos zu sein und natürlich der Nervenkitzel der damit verbunden ist - was eignet sich also besser als ein Fallschirmsprung mit der Pink Skyvan? Wer schon immer einmal einen Fallschirmsprung machen wollte,...

3

Wohin in Wien?
Täglich neue Freizeit-Tipps für Wien mit unserer INSPI-App

Wie kann man aus dem Hamsterrad ausbrechen, wenn bereits alle Ideen ausgeschöpft wurden? Wenn du Abwechslung suchst, dann lass dich täglich aufs neue INSPIrieren, denn Wien hat wirklich viel zu bieten. Was machen in Wien?Wer suchet der findet, so lautet ein altbekannter Spruch. Wir machen es euch noch einfacher! Bei INSPI musst du nicht suchen, sondern bekommst täglich frische, unverbrauchte Ideen auf dein Handy. Inspi ist die App, mit der du von Hand ausgewählte Vorschläge von zufälligen...

Von Meidling bis zur Donaustadt: Die Riesenwuzzler-Tour macht ab 21. Mai in sechs Bezirken halt.

20 Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.