Hundertwasser Haus ist erstes grünes Museum in Österreich

Museumsdirektorin Bettina Leidl, IOCM Präsidentin Danielle Spera und Bundesministerin Elisabeth Köstinger (v.l.n.r.) bei der Verleihung des Umweltzeichens.
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  • Museumsdirektorin Bettina Leidl, IOCM Präsidentin Danielle Spera und Bundesministerin Elisabeth Köstinger (v.l.n.r.) bei der Verleihung des Umweltzeichens.
  • hochgeladen von Davina Brunnbauer

LANDSTRASSE. Das Hundertwasser Haus ist das erste österreichische Museum, das mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet wird. Vergangenen Donnerstag, am 13. September, überreichte Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus die Nachhaltigkeits-Zertifizierung an Bettina Leidl, Direktorin des Kunst Haus Wien Museum Hundertwasser, und Danielle Spera, Präsidentin des IOCM Österreich - das Nationalkomitee für Museen.

Hundertwasser gestaltete Logo

Mit dem Umweltzeichen verpflichten sich Unternehmen, Institutionen und jetzt auch Museen zu Umweltschutz und nachhaltiger Qualität. Seit 1990 wird die Zertifizierung verliehen und steht für Produktbeschaffung und Dienstleistung nach höchstmöglichen ökologischen Standards. Das bunte Logo hat der österreichische Maler Friedensreich Hundertwasser gestaltet.

Umso symbolträchtiger ist die Tatsache, dass das Museum Hundertwasser jetzt das erste grüne österreichische Museum ist. Denn schon seit der Gründung des Museums gelten im Kunst Haus die Ideen des Künstlers Hundertwasser, was ökologisches Handeln und gesellschaftspolitische Verantwortung betrifft, als Richtlinien. Als Leidl vor vier Jahren die Leitung des Hauses übernahm, war daher schnell die Idee geboren, das Österreichische Umweltzeichen „nach Hause zu holen“.

Drei Jahre hat die Ausarbeitung eines Kriterienkatalogs für Museen gedauert, nun kann das Umweltzeichen neben dem Event-, Tourismus- und Bildungsbereich auch im Kulturbereich verliehen werden. Mitarbeitern und Besuchern soll dadurch die gesellschaftspolitische Verantwortung der Institution bewusst werden. Hersteller, Handel und Betriebe werden gleichzeitig dazu animiert, weniger umweltbelastende Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Kultur in „grün“

Nun will das Kunst Haus als Vorbild für andere Museen auftreten und vorleben, wie sich Kunst mit Ökologie und Nachhaltigkeit verbinden lässt. „Wir wollen unsere ökologische Verantwortung als Kulturinstitution nach innen wie außen wahrnehmen“, erklärt Leidl. Im Betrieb will man den ressourcenschonenden Umgang mit der Natur sicherstellen. Die Energieeffizienz der Beleuchtungssysteme wurde verbessert, in Ausstellungen und Büros wird auf recycelbare und umweltverträgliche Materialien zurückgegriffen und bei Drucksorten ist die umweltfreundliche Produktion wichtig. Auch inhaltlich will man „grün“ sein: etwa bei der Kunstvermittlung, Weiterbildung der Mitarbeiter und der Präsentation von Künstlern, die Hundertwassers Ideen zu Ökologie und Nachhaltigkeit aufgreifen.

Auch Bundesministerin Köstinger ist davon überzeugt, dass Umweltschutz für Museumsbesucher und die Bevölkerung insgesamt eine wichtige Rolle spielt. „Immer mehr Menschen wollen auch durch ihr persönliches Konsumverhalten einen Beitrag leisten. Das Österreichische Umweltzeichen dient hier als Garant für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Ich freue mich sehr, unser traditionsreiches Ökosiegel erstmals an ein Museum zu verleihen.“

Info:
Das Kunst Haus Wien Museum Hundertwasser wurde 1991 vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser gegründet. Neben einer permanenten Ausstellung von Hundertwassers Werken gibt es Räume mit internationalen Wechselaustellungen. Hundertwassers ökologisches Engagement spielt auch heute noch in der Führung des Hauses eine tragende Rolle.

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