Theater L.E.O.
Mit Humor in eine Parallelwelt

Stefan Fleischhacker ist Herz und Seele des L.E.O., dem "Letzten Erfreulichen Operntheater".
  • Stefan Fleischhacker ist Herz und Seele des L.E.O., dem "Letzten Erfreulichen Operntheater".
  • Foto: Freimann
  • hochgeladen von Sophie Brandl

Seit 1993 setzt das Theater L.E.O. in der Ungargasse 18 auf Humor anstelle von Perfektionismus. Mit Erfolg!

LANDSTRASSE. "Wie ist es möglich, dass es das L.E.O. mit eigenem Ensemble schafft, während sich die Staatsoper Gäste einkaufen muss?" hat sich einmal ein Kritiker in seinem Resümee über die wohl kleinste Opernbühne Wiens gefragt. Gute Frage: Denn hier, im Theater L.E.O. in der Ungargasse 18, läuft einiges anders als üblich.

So liegt der Hauptfokus des "Letzten Erfreulichen Operntheaters" nicht auf Ernsthaftigkeit oder Perfektion. "Wenn sich ein Sänger auf die Bühne stellt, kann man davon ausgehen, dass er sowieso sein Bestes geben will. Da ist zusätzlicher Druck keineswegs förderlich, da man beim Singen locker und entspannt sein sollte", erklärt Stefan Fleischhacker. Der studierte Bühnenbildner und Tenor ist Direktor des 1993 gegründeten Theaters.

Ein magischer Ort

Vielmehr liegt der Hauptfokus des Theaters darauf, die Besucher auf magische Art und Weise in das Stück zu holen. Und das gelingt vor allem durch eines: Humor. "Denn Humor macht selbst das tragischste Stück verständlicher. In den meisten anderen Theatern hat der Perfektionismus den Humor aber verdrängt", weiß Fleischhacker. Außerdem ist es keine Seltenheit, dass das Publikum dazu aufgefordert wird, an bestimmten Passagen im Chor mitzusingen und so in das Stück noch besser miteingebunden wird.
"Das Theater ist für mich eine Parallelwelt. So kann es passieren, dass man sich plötzlich nicht mehr in der alten Backstube, sondern in einer spanischen Schenke in Sevilla wiederfindet", so der 56-Jährige in Anspielung auf die Räumlichkeiten des Theaters, in dem sich früher eine Bäckerei befand.

Der Figaro kommt

Wichtig ist es dem L.E.O. auch, die Stücke in ihrer Entstehungszeit darzubieten. "Im Gegensatz zu vielen anderen Musiktheatern versuchen wir nicht, die Stücke in der Jetzt-Zeit wiederzugeben. Und das geht auch gar nicht, weil den Leuten sofort auffällt, dass die heutige Sprache nicht in das Stück passt", erklärt Fleischhacker. Daher versucht das Theater, Stücke so originalgetreu wie möglich zu rekonstruieren. "Eine Oper von Mozart in einem Büro wirkt befremdlich. Wenn man das Publikum aber in die Zeit der Enstehung mitnimmt, fällt den Leuten sofort auf, dass das Stück nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat", so der Direktor und hat auch direkt ein Beispiel parat: "In Offenbachs 'Insel Tulipatan' kommt ein Politiker vor, der von Zeitungsenten spricht. Da haben die Leute aufgejubelt, weil es so wirkt, als wäre das Stück speziell für die Strache-Videos auf Ibiza geschrieben worden."

Die bisher wichtigste Produktion des Theaters war Mozarts Ponte-Zyklus, der aus den Opern "Die Hochzeit des Figaro", "Don Giovanni" und "Così fan tutte" besteht. Aufgrund des großen Erfolgs, wird der "Figaro" diesen Sommer mit insgesamt vier Vorstellungen auf die Bühne des L.E.O. zurückkehren. Weitere Informationen und den Spielplan finden Sie unter: www.theaterleo.at

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