ÖVP Landstraße: Weitere Abwanderung eines Landstraßer Traditionsbetriebs!

Wurth wandert ab.
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LANDSTRASSE. Nachdem vor zwei Jahren das Unternehmen Niemetz – es produziert die beliebten Schwedenbomben – abgewandert ist, verlässt mit Ende 2017 ein weiterer Landstraßer Traditionsbetrieb den Bezirk: der Aromen-Erzeuger Wurth. Dieser hat seit fast 70 Jahren seinen Betrieb in der Paulusgasse. Nun übersiedelt er nach Niederösterreich.

In einer Presseaussendung macht die ÖVP Landstraße auf diesen Trend aufmerksam. Es müsse doch ein Anliegen sein, viele Unternehmen und somit Arbeitsplätze in der Landstraße zu haben. „Niemetz und jetzt das Unternehmen Wurth müssen ein Warnsignal sein. Es ist eine Entwicklung zu beobachten, bei der es den Unternehmern fast unmöglich gemacht wird, einen wachsenden Betrieb in einem Wiener Bezirk zu halten“, stellt der Klubobmann der ÖVP Landstraße, Georg Keri, fest.

Wien zu teuer

Die Frage ist: Was kann Niederösterreich, was Wien nicht kann? Entlarvend für die Stadt Wien in diesem Zusammenhang sei die Stellungnahme des Wurth-Geschäftsführers in einem ORF-Interview. In diesem ließ er erkennen, dass man als Unternehmer in Niederösterreich ein "Rundum-Service" erhalte und einem das Gefühl vermittelt werde, als Betrieb willkommen zu sein. In Wien fehle diese Betreuung. Außerdem sei Wien als Standort zu teuer. „Damit kann ich wenig anfangen. Es ist gerade eines unserer Kennzeichen, dass wir alles unter einem Dach vereinen“, so der Geschäftsführer der Wiener Wirtschaftsagentur, Gerhard Hirczi.

Mehr Offensive verlangt

Nichtsdestotrotz fordert die ÖVP Landstraße eine "proaktive Unternehmenspolitik" und somit eine Wirtschaftsoffensive für den 3. Bezirk. Die Anzahl der Arbeitsplätze und der ansässigen Unternehmen sollen sich im Bezirksbudget niederschlagen. Klubobmann Georg Keri dazu: „Möchte man Arbeitsplätze und Unternehmen im Bezirk halten, muss man als Bezirk auch offensiv dafür arbeiten. Vielleicht ist der Anreiz ein höherer, wenn sich das Bezirksbudget nach diesen Bemühungen richtet." Soll heißen: Je mehr Betriebe im Bezirk, umso mehr Fördermittel soll es für diese geben. Ein entsprechender ÖVP-Antrag in der letzten Sitzung der Landstraßer Bezirksvertretung wurde einstimmig angenommen. Die Antwort der zuständigen Finanzstadträtin Renate Brauner fiel jedoch negativ aus.

"Sowohl Kommunalsteuer als auch Dienstgeberabgabe orientieren sich bereits an der Anzahl der Arbeitsplätze", so Brauner. Je höher also die Anzahl der Betriebe im Bezirk, desto mehr Mittel stünden zur Verfügung. Keri sieht jedoch keinen Anlass, aufzugeben. "Das kommt wieder allen Bezirken in gleichem Maße zugute. Einen tatsächlichen Anreiz für Bezirke, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, ist damit nicht gegeben."

Wurth wandert ab.
Georg Keri forder "proaktive Unternehmenspolitik".

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