One Billion Rising - Der Kampf gegen Gewalt an Frauen

Seit 2013, von "One Billion Risings'" Beginn an, finden die getanzten Kundgebungen auch in Wien statt.
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  • Foto: Andrea Peller
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Am 14. Februar setzt der Landstraßer Verein "One Billion Rising" ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

LANDSTRASSE. Ins All fliegen, Atome teilen, gewaltige Gebäude errichten – nur einige Beispiele dafür, was die Menschheit in ihrem bisherigen Dasein auf der Erde so alles geschafft hat. Aber so gut es gelingt wissenschaftliche Herausforderungen zu lösen, umso schwieriger scheinen uns diese auf der zwischenmenschlichen oder sozialen Ebene zu fallen.

Intoleranz und Diskriminierung prägen noch immer die Gesellschaft. Gewalt ist noch immer ein großes Problem. Gewalt gegen Frauen ein noch viel größeres. Dagegen kämpft ein besonderer Verein. "One Billion Rising" hat seinen Sitz in der Landstraße.

Tanz als Statement

In Wien gab es 2018 insgesamt 12 Frauenmorde. Jede fünfte Frau ist körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt. Weltweit sind die Zahlen noch ernüchternder. Laut den Vereinten Nationen (UN) werden ein Drittel aller Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Leben Opfer von Gewalt –das sind rund eine Milliarde. An diese Milliarde setzt auch die Kampagne "One Billing Rising" an. Gestartet wurde sie 2013 von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler, die dazu aufrief, dass sich diese "Milliarde" erheben soll.

Seither tanzen Frauen, aber auch Männer weltweit jährlich am 14. Februar um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. "Tanz im öffentlichen Raum ist ein Statement für Empowerment und Solidarität. Frauen, die durch Gewalt traumatisiert worden sind, können außerdem über den Tanz wieder zu ihrem Körper zurückfinden", begründet Aiko Kazuko Kurosaki. Die Tänzerin, Choreographin und Performancekünstlerin ist Vorsitzende des Vereins "One Billion Rising Austria" (OBRA), einem autonom agierenden Ableger von "One Billion Rising", der in der Hainburger Straße beheimatet ist.

Jeder kann mitmachen

Die Kundgebung am 14. Februar findet ab 17 Uhr am Platz der Menschenrechte (7., Mariahilfer Straße) statt. Neben dem Tanz zur Choreographie von "Break the Chain" stehen auch Reden sowie eine Installation und Performance in Kooperation mit "DanceAbility", einem Verein, der sich für Tanz für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung einsetzt, am Programm. Tänzerische Vorkenntnisse sind für "One Billion Rising" nicht notwendig. "Wir sind offen für alle. Gewalt macht schließlich weder vor Alter oder Schicht halt", so OBRA-Vorsitzende Aiko Kazuko Kurosaki.

Seit 2013, von "One Billion Risings'" Beginn an, finden die getanzten Kundgebungen auch in Wien statt.
"Stellvertretend für viele" ist Kurosaki dabei.
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