Belvedere
Startschuss für das "Stöckl" naht

Die Bauarbeiten in der Prinz-Eugen-Straße neigen sich langsam ihrem Ende zu. Mitte Dezember ist Eröffnung.
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Die Eröffnung des lange umstrittenen Gastroprojekts naht. Die bz hat mit Inhaber Walter Welledits gesprochen.

LANDSTRASSE. 1994 eröffnete das bei Wienern und Touristen beliebte "Salm Bräu" am Rennweg. Nun macht Inhaber, Gastronom und Brauanlagenbauer Walter Welledits mit einem umstrittenen Projekt von sich hören. Im Belvedere-Park wird eine Gaststätte errichtet – zum Unmut von Anrainern, die Lärm- und Geruchsbelästigung befürchteten. Langjährige Debatten folgten, doch das Gericht entschied: Das "Stöckl" darf gebaut werden.

Mittlerweile sind die letzten Arbeiten im Gange, Mitte Dezember soll die Eröffnung stattfinden. "Das Projekt gibt es in der Form kein zweites Mal", sagt Welledits. Er spricht von einem Restaurant auf drei Etagen, wobei ein Großteil der Wände aus Glas sein werden, um einen Ausblick auf den Belvedere-Park zu ermöglichen. "Natur und Stadt in einem", so der Inhaber. Aber eines gibt er zu: "Hätte ich gewusst, was für Schwierigkeiten vor mir liegen, hätte ich es nicht gemacht." Welledits verlor zwei Jahre an Zeit und insgesamt über acht Millionen Euro an Baukosten aufgrund von Verhandlungen und Verzögerungen. 66 Auflagen gibt es für sein Projekt – eine Rekordzahl. "Ich musste sogar ein Lichtgutachten für die Tischlampen machen", erzählt er.

"Kein Ballermann am Belvedere"

Die Bedenken der Anrainer sind für ihn unbegründet: "Jeder hat von Anfang an gewusst: Musik im Park ist verboten. Es wird also keinen Ballermann beim Belvedere geben. Und wenn dann jemand sagt, die Schritte auf dem Kies seien zu laut, dann kann ich das nicht ernst nehmen." Auch ein Verkehrsproblem sieht er künftig nicht. "Die Prinz- Eugen-Straße ist sowieso eine stark befahrene Straße. Busse dürfen hier nicht parken und wir werden auch keine Bus-Werbung machen." Er hätte sich gewunschen, dass man vernünftig miteinander reden kann. "Das war aber nicht möglich, weil ständig Unwahrheiten verbreitet wurden", betont der Gastronom. Von Seiten der Bürgerinitiative gibt es nun nicht mehr viel zu sagen. "In der Sache hat sich für uns seit der Erteilung der Betriebsanlagengenehmigung nichts geändert", so Anrainer Helmut Schneider.

280 Plätze gibt es im "Stöckl im Park", 880 Plätze im Gastgarten. Worauf der Inhaber besonders stolz ist: "Wir haben eine der größten Gasthausbrauereien Wiens und die umweltfreundlichste Brauerei der Welt." Trotz seinen 86 Jahren denkt Welledits nicht ans Aufhören: "Das hält jung. Ich will mich nicht zu Hause ins Bett legen." Jeden zweiten Tag verbringt er derzeit auf der Baustelle. "Es werden noch Kleinigkeiten gemacht, Möbel montiert, dann ist es fertig", zeigt er sich erfreut. Trotz der Größenordnung verspricht Welledits: "Wir werden sicher kein Luxus-Lokal und das Bier wird keinen Cent teurer als im 'Salm Bräu'."

Autor:

Yvonne Brandstetter aus Penzing

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