Verkehr
Tempo 30 für die Löwengasse?

Große Freude bei der Bürgerinitiative: Sie hat lange für Tempo 30 in der Löwengasse gekämpft.
  • Große Freude bei der Bürgerinitiative: Sie hat lange für Tempo 30 in der Löwengasse gekämpft.
  • Foto: l(i)ebenswerte Löwengasse
  • hochgeladen von Christian Bunke

Seit einem Jahr fordert eine Initiative die Einführung einer Tempo-30-Zone. Ende 2019 könnte sie kommen.

LANDSTRASSE. 600 Unterschriften haben sie gesammelt, die Aktiven der Initiative "L(i)ebenswerte Löwengasse". Ihr Ziel: Tempo 30 in der Löwengasse zwischen Radetzkyplatz und Rasumofskygasse. Der Grund: In der Löwengasse ist viel los. Hier fahren Straßenbahnen, es fließt viel Verkehr und auch eine Haupt-radroute führt hier entlang.

Die Bezirksvertretung Landstraße hat sich dieser Meinung nun angeschlossen. In einem im September von allen Parteien, außer der FPÖ, beschlossenen Antrag, heißt es: "Die Löwengasse ist ein lokales Zentrum mit Schule, vielen Geschäften, Kirche, Spielplatz und daher erhöhtem Aufkommen von FußgängerInnen." Deshalb wird die MA 46 (Verkehrsorganisation) nun ersucht, eine Geschwindigkeitsbeschränkung umzusetzen. Rund um die Löwengasse sei Tempo 30 bereits Normalität. Eine Ausweitung von Tempo 30 entrümpele den öffentlichen Raum außerdem von Tempo-Verkehrszeichen. Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ) hofft "heuer noch" auf eine Umsetzung. Das Vorhaben sei "gerechtfertigt und nötig".

Stadt Wien am Zug

Verena Romano von der Bürgerinitiative "L(i)ebenswerte Löwengasse" kommentierte: "Uns freut es sehr, dass alle Parteien, bis auf die FPÖ, den Antrag zusammen einbrachten und ihm auch zustimmten." Die Forderung nach Tempo 30 sei auch unter Gewerbetreibenden beliebt. Die Hälfte der Geschäftstreibenden in der Löwengasse habe die Petition unterschrieben, so Romano. Jetzt sei die Stadt Wien am Zug.

FPÖ sagt nein

FPÖ-Bezirksrat und stellvertretender Vorsitzender des Verkehrsausschusses in der Bezirksvertretung, Werner Grebner, sieht hier das Floriani-Prinzip am Werk. Deshalb habe die FPÖ den Antrag auch abgelehnt: "Wenn wir jetzt, was ja der Wunsch der Initiative ist, den Verkehr auf die benachbarten Straßen verlagern, leiden deren Anrainer noch mehr", so Grebner. "Je mehr Schultern die Last tragen müssen, desto leichter wird sie für jeden." Es sei ziemlich sicher eine Ablehnung durch die Wiener Linien zu erwarten. Dahinter werde man sich aber "unmittelbar vor einer Wahl" nicht verstecken. Politik dürfe nicht "Partikular-interessen auf Kosten anderer" vertreten.

Zuständigkeitsfragen

Bezirksvorsteher Hohenberger wälzt derweil ganz andere Probleme. "Eines müssen die Leute wissen", sagt er. "Die Parksheriffs sind für die Überwachung von Tempo 30 nicht zuständig." Das sei Sache der Exekutive. "Nur die Polizei darf den fließenden Verkehr überwachen." Daran werde sich auch nichts ändern. "Ich hoffe aber, dass die Autofahrer langsamer fahren werden. Schon wenn sie nur 40 km/h anstatt 60 km/h fahren würden, ist das bereits eine Verbesserung." Die bz bleibt auf jeden Fall dran.

Autor:

Christian Bunke aus Wieden

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