Karl-Waldbrunner-Hof
Mieterkampf gegen Müllproblem

Der Müll türmte sich in den Gängen.
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Die Mieter im Karl-Waldbrunner-Hof sind entsetzt über die Zustände und gründeten eine Gemeinschaft.

LANDSTRASSE. Die Coronakrise schürt das Müllproblem – auch im dritten Bezirk war das die vergangenen Wochen über ersichtlich. Besonders drastisch war es im Karl-Waldbrunner-Hof: überfüllte Tonnen, Müllsäcke über die Gänge verstreut, Sperrmüll mitten im Stiegenhaus.
Die Verzweiflung der Mieter über die Zustände war dermaßen groß, dass schließlich Initiative ergriffen und eine Vereinigung gegründet wurde. "Mit dieser Aktion wollen wir darauf hinweisen, dass es auch anders gehen kann", erklärt die Initiatorin. "Es kann nicht sein, dass Haus- und Außenbetreuer sowie die Mitarbeiter der MA 48 (Abfallwirtschaft) ständig den Müllraum und die Stiegen davon befreien müssen."

Ein erster Erfolg

Es folgten Treffen mit anderen Mietern im Bewohner-Zentrum des Karl-Waldbrunner-Hofs sowie eine Zusammenkunft mit "wohnpartner". "Die Treffen waren sehr positiv", so eine Mieterin. Und tatsächlich: Es hat sich etwas getan. "Viele Mieter und die Betreuer sind bemüht, die schrecklichen Zustände in den Griff zu bekommen. Wir haben es mit Einsatz und logischen Erklärungen geschafft, einen kleinen Teil zur besseren Lebensqualität beizutragen", freut sie sich.

Die Lage sei nun um einiges besser, jedoch noch immer nicht perfekt. "Die Leute wissen jetzt aber, dass es uns gibt und wir uns darum kümmern." Ein weiteres Treffen ist fix geplant. Darin sollen weitere Verbesserungsvorschläge besprochen und noch weitere Mieter begrüßt werden.
Einen Wunsch gibt es noch: "Es wäre toll, wenn sich auch Wiener Wohnen mehr um diese Angelegenheit kümmert", gibt die Bewohnerin zu. "Es ist ja nicht nur bei uns so."

Wiener Wohnen setzt Maßnahmen

"Wir setzen uns intensiv mit der Situation im Karl-Waldbrunner-Hof auseinander", sagt Wiener Wohnen-Sprecher Stefan Hayden. Verschiedene Maßnahmen seien bereits gesetzt worden: Die MA 48 holt den angefallenen Müll in der Anlage täglich ab. Außerdem wird zusätzlich einmal in der Woche der Sperrmüll entsorgt. Ein Hausbetreuer ist täglich vor Ort und reinigt den Müllraum. Weiters ist die Ordnungsberatung mindestens einmal pro Woche in der Anlage und auch "wohnpartner" klären vor Ort in verschiedenen Aktionen über die richtige Müllentsorgung auf. "Natürlich müssen wir auch an die Verantwortung der Mieter appellieren, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen", so Hayden weiter. "Die Auswirkungen von Corona haben zu mehr Müll geführt, wir sind aber sehr bemüht."

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