Wien sperrt auf
So stehen Unternehmer zu den Öffnungsschritten

Wie stehen Wiens Unternehmer zu den Öffnungsschritten am 19. Mai? Die bz hat sich umgehört.
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Lange mussten sich Gastronomie, Kultur und Co. gedulden – am 19. Mai starten sie wieder durch. Die bz hat sich umgehört, wie Wiener Unternehmer zu den Öffnungsschritten stehen.

WIEN/LANDSTRASSE/SIMMERING. Vorsichtig euphorisch zeigen sich Unternehmer und Geschäftsleute in Wien angesichts der Öffnungsschritte. Gastronomie, Kultur, Hotellerie und Sportstätten mussten lange warten – nach über einem halben Jahr dürfen sie endlich wieder öffnen.

Die Freude ist groß, bei Unternehmern wie wohl auch bei den Gästen. Trotzdem bleibt Unsicherheit, und das nicht nur wegen den vielen Auflagen.

Sport: Probleme für kleine Studios

"Am Anfang herrschte große Euphorie, mit der Verkündung der Maßnahmen wurde sie aber gedämpft", so empfindet Sonja Lammel, Betreiberin des Yoga Eleven in Simmering, die Öffnungsschritte. Für Sporteinrichtungen gilt die Beschränkung von einer Person auf 20 Quadratmetern, daher sind Kurse im Studio für viele kleine Einrichtungen nicht möglich. "Wir starten also im Juni, ausschließlich outdoor und hoffen auf gutes Wetter", so Lammel. 

Größere Fitnessstudios haben es da etwas leichter, etwa die John Harris-Studios. "Mit den Regelungen werden wir relativ gut zurechtkommen. Unsere Clubs sind von der Fläche so aufgestellt, dass wir voraussichtlich keine Einschränkungen beim Einlass haben werden", heißt es auf Nachfrage. Zum Einsatz kommt eine Software, die jeden Ein- und Austritt überwacht und so zu jeder Zeit einen Überblick über die aktuell im Studio anwesenden Personen gibt. "Viele haben in den letzten Monaten zugenommen oder fühlen sich aufgrund Bewegungsmangel nicht mehr wohl. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht", so Eigentümer Ernst Minar.

Fitnessstudios haben es aufgrund ihrer Größe leichter in den Normalbetrieb zu starten.
  • Fitnessstudios haben es aufgrund ihrer Größe leichter in den Normalbetrieb zu starten.
  • Foto: John Harris
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Kultur: Wirtschaftlich nicht rentabel

Das Rabenhof-Theater im 3. Bezirk kündigt bereits ein "fettes Programm" an, etwa den "Herrn Karl", der vor dem Lockdown bloß drei Vorstellungen hatte, aber sehr gut beim Publikum ankam. Für Kulturveranstaltungen gilt eine Kapazitätsbeschränkung auf 50 Prozent; das bedeutet fürs Rabenhof konkret: 150 Plätze stehen zur Verfügung. "Wirtschaftlich rechnet sich das wahrscheinlich nicht, aber jetzt geht es darum, dem Wunsch der Künstler und Gäste endlich nachzukommen und wieder Live-Kultur erlebbar zu machen", so der Direktor Thomas Gratzer.

Wiens größtes Puppentheater, das Lilarum, startet am 21. Mai mit der Wiederaufnahme der 2016 uraufgeführten Bühnenadaption des Erwin-Moser-Klassikers „Eisbär, Erdbär und Mausbär“ wieder durch. Das Corona-Sicherheitskonzept im letzten Sommer hat sich bewährt und somit stehen wieder – mit genug Abstand – Sofas für Besuchergruppen zur Verfügung.

Wie stehen Sie zu den Öffnungsschritten am 19. Mai?

Was größere Konzerte, vor allem Indoor angeht, ist weiterhin mit einer Durststrecke zu rechnen. Aufgrund der Kapazitätsbeschränkung rechnet es sich kaum – internationale Bands haben aufgrund der Unsicherheiten nicht gebucht. Im Gasometer werden frühestens im Herbst wieder Musikveranstaltungen stattfinden. "Wir haben mit den Öffnungen aber die Hoffnung, dass die Besucherfrequenz bei uns wieder steigt", erklärt Geschäftsführer Hubert Greier. Im 1. Quartal 2021 verzeichnete das Gasometer um zwei Drittel weniger Umsatz im Vergleich zum 1. Quartal 2020.

Gastronomie: Vorsichtig euphorisch

Alexandra Psichos, Obfrau-Stellvertreterin der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser, betreibt das "Legends" in der Landstraßer Hauptstraße im 3. Bezirk und ist mit Gastronomen der Stadt gut vernetzt. Sie organisierte auch die Aktion "5 vor 12". Dabei wurden im Lockdown – sinnbildlich für die Lage der Gastronomie – Grabkerzen in den Auslagen und Fenstern platziert. Die Stimmung in der Gastronomie-Branche sei gespalten, erzählt sie. "Es gibt begründete Ängste, was die Bereitschaft der Gäste zum Testen betrifft. Außerdem verlieren die meisten Betriebe bis zu 50 Prozent ihrer Sitzplätze aufgrund der Zwei-Meter-Abstandsregel", so Psichos.

Einen negativen Test, einen Impfnachweis oder eine Bestätigung, dass man die Corona-Erkrankung durchgemacht hat, braucht man in der Kultur und Gastronomie. "Umso mehr Menschen geimpft werden können, umso positiver wird sich das auch auf die Wirtschaft auswirken", ist Alexandra Psichos überzeugt.

Die Konditorei Heiner in Simmering freut sich auf die Stammgäste. (Zeitpunkt der Aufnahme vor Corona)
  • Die Konditorei Heiner in Simmering freut sich auf die Stammgäste. (Zeitpunkt der Aufnahme vor Corona)
  • Foto: Brandl
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Ob sich die Wiedereröffnung für die Unternehmer rentiert, wird sich erst rückblickend beurteilen lassen. "Was zählt, ist die Perspektive eines Normalbetriebs. Nach Zeiten der Isolation sehnen sich wieder alle nach einem Ort der Begegnung", so Michael Stuller, Chef des Café Heiner auf der Simmeringer Hauptstraße. Hier, wie wohl überall, hofft man auf die Treue der Gäste, die während der Schließungen ihren Kaffee sogar vor dem Backstuben-Verkauf im Auto getrunken haben.

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