23.10.2017, 13:28 Uhr

Lästige Altersweitsichtigkeit

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Auf der Seniorenmesse Lebenslust geben die Wiener Augenoptiker / Optometristen zusammen mit den Zahntechnikern von 25. bis 28. Oktober Tipps zu den gängigsten Beschwerden des Alters. Was lässt sich beispielsweise gegen Altersweitsichtigkeit tun? Das hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem vom Beruf.

Das Auge steht – gemeinsam mit den Zähnen – auf der Seniorenmesse Lebenslust von 25. bis 28. Oktober besonders im Fokus. Denn die Wiener Augenoptiker / Optometristen und Zahntechniker beraten auf einem eigenen Stand am Wiener Messegelände zu den gängigsten Herausforderungen im Alter: der Altersweitsichtigkeit und dem Zahnersatz.

Altersweitsichtigkeit beginnt schon früh: „Streng genommen beginnt der langsame Verlust der Sehschärfe bei kurzen Distanzen bereits nach der Geburt. Richtig lästig wird er aber erst ab 40 Jahren“, schildert Anton Koller, Wiener Landesinnungsmeister der Augenoptiker / Optometristen. Der Grund: Mit dem Alter nimmt die Elastizität der Augenlinse ab. Es wird Zeit, dagegen zu steuern. Eine Operation ist nicht unbedingt notwendig. „Altersweitsichtigkeit ist keine Erkrankung, sondern eine normale Entwicklung des Körpers. Mit der geeigneten Korrektur lässt sie sich leicht ausgleichen. Allerdings ist das Thema ‚Alter‘ vielen Menschen schlichtweg unangenehm – und sie sind von der Vielzahl an Lösungen überfordert.“ Die Auswahl ist groß: Von Gleitsichtbrille, Lesebrille, Bifokal- und Trifokalbrillen bis zu Kontaktlinsen.

Hausmittel funktionieren nicht
Eines vorweg: Nicht wirksam sind Hausmittel. „Leider wird oft behauptet, dass man Altersweitsichtigkeit auch ohne Korrektur loswerden kann, zum Beispiel mit Augenübungen oder Diäten. Das funktioniert nicht“, warnt Koller. Zwar gewöhnt sich das Auge ohne Brille an das maximal verfügbare Sehvermögen und man vermeint, gut zu sehen. Doch das Kompensieren bedeutet eine Belastung für das Auge. Sinnvoller ist ein Beratungsgespräch zur geeigneten Brille oder Linse. „Die Augenoptiker / Optometristen beraten bei der Entscheidung und helfen, Hemmschwellen zu überwinden“, sagt Koller.

Die richtige Korrektur für altersweitsichtige Augen
• Die Lesebrille ist die einfachste und auch kostengünstigste Lösung. Sie ist aber nur für Menschen praktisch, die in der Ferne bereits korrekt sehen – ansonsten müssten diese ständig zwischen zwei Brillen wechseln! Mit einer Halbbrille lässt sich einfach über die Brille „hinwegsehen“.
• Bi- oder Trifokalbrille: Weitsichtige und kurzsichtige Menschen oder solche mit Hornhautverkrümmung sollten eine Bifokalbrille probieren, in die ein großer Fernbereich und ein kleineres Feld zum Lesen integriert ist. Bei einer stark ausgeprägten Altersweitsichtigkeit ist eine Trifokalbrille besser.
• Die Gleitsichtbrille hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zur Bifokalbrille keine scharfen Übergänge hat. Das Sehfeld geht „gleitend“ vom Nah- in den Fernbereich über. Das ähnelt am meisten dem gewohnten Sehen. Außerdem ist sie für Menschen die richtige Lösung, denen es unangenehm ist, wenn man ihnen die Altersweitsichtigkeit gleich ansieht. Allerdings kommt es im Randbereich der Brille zu Verzerrungen – sie eignet sich daher nicht für Piloten, technische Zeichner und andere Menschen, die auch im Seitenbereich besonders exakt sehen müssen. Gerade bei Gleitsichtbrillen gibt es große Komfort- und Preisunterschiede, weswegen eine Beratung durch den Fachmann wichtig ist.
• Wer Kontaktlinsen präferiert, hat auch hier die Wahl. Einerseits gibt es bifokale Linsen, die so gewichtet sind, dass sie nicht verrutschen. Andererseits gibt es auch Mehrstärken-Kontaktlinsen, bei denen konzentrische Sehbereiche angeordnet sind, die das Sehen in unterschiedliche Weiten ermöglichen. Diese sind allerdings für Träger oft gewöhnungsbedürftig, bis das Gehirn gelernt hat, mit ihnen umzugehen.

Doch die Augen sind nur ein Feld, das gerade im Alter interessanter wird: Im Bereich Zahnersatz bewegt sich die Technik mit Infrarot-Scan und 3D-Druck in besonders innovative Richtungen. Die Wiener Zahntechniker informieren daher auf der Lebenslust über die neuesten Lösungen und Neuentwicklungen für typische altersbedingte Probleme.

Hier finden Sie die Wiener Augenoptiker / Optometristen und Zahntechniker:
• Lebenslust – die Seniorenmesse im Herbst
• 25. – 28. Oktober täglich von 9 – 17 Uhr
• Messe Wien, Halle A
• Stand A A0306: Fachgruppe Wien der Gesundheitsberufe

Wirtschaftskammer Wien
Fachgruppe Wien der Gesundheitsberufe
http://www.wko.at/wien/gesundheit
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