13.09.2017, 09:46 Uhr

Das Mahnmal am Aspanghof wurde eröffnet

Eine Reise ins Ungewisse, und für Unzählige in den Tod, symbolisiert dieser Betonblock.

Unzählige Gäste sind der Einladung gefolgt und haben der Eröffnung des Mahnmals Aspanghof beigwohnt. Darunter befanden sich auch einige Zeitzeugen.

LANDSTRASSE. Zwei Jahre hat es gedauert, bis durch KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) ein Mahnmal am Aspanghof errichtet wurde. Ursprünglich wurde bereits 2005 ein Wettbewerb veranstaltet, um ein Konzept für das Kunstwerk, das an die Deportierung von 47.000 Juden erinnern soll, aufzustellen. Das Siegerprojekt wurde allerdings nie umgesetzt. Viele Betroffene beharrten auf ein Mahnmal, allen voran der kürzlich verstorbene Leo Luster. Also gab es 2015 erneut einen Wettbewerb. Dieses Mal sollte das Projekt auch durchgezogen werden.

Das Siegerkonzept kam dann von der Künstlergruppe PRINZpod. Zwei konisch zusammenlaufende Betonmauern symbolisieren Gleise, die in einem dunklen Betonblock enden. Die Plastik zeigt die Reise in das Ungewisse und Dunkle.
Auch Zeitzeugen waren zu Gast, um der Eröffnung beizuwohnen. Herbert Schrott erlebte die Deportation am eigenen Leib. "Die menschliche Sprache reicht nicht aus, um das Grauen zu beschreiben", so Schrott. Eigentlich sollte Leo Luster sprechen. Herbert Schrott und Leo Luster waren sehr lange befreundet.

Kultur, Kunst und Stadtrat

Auch einige Politiker wohnten der Eröffnung bei und hielten Reden. Unter anderen auch Bezirksvize Rudolf Zabrana: "Mit diesem Mahnmal wird dem Wunsch des Bezirks und der Bevölkerung Genüge getan." Als israelische Vertretung war die Botschafterin Talya Lador-Fresher zu Gast. "Ich hoffe, alle Kinder und Eltern bleiben eine Minute stehen und denken ein bisschen darüber nach, was passiert ist", so die Diplomatin.
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