29.09.2014, 23:02 Uhr

Feuerteufel wütet im Grätzel

Johann Frank mit seinem Hund "Many" vor der völlig verkohlten Mauer nach dem Brandanschlag in der Strohgasse 14. (Foto: Bajer)

Papiercontainer in Gemeindebauten, aber auch in der Nähe der Polizeikaserne locken den Brandstifter an.

Um 4 Uhr früh hat es in der Strohgasse 14 einen Kracher gemacht, dass es die Anrainer aus den Betten gehoben hat. Der Papiercontainer ist in Folge der Hitze explodiert. Wieder hatte der Feuerteufel zugeschlagen.
Johann Frank aus dem Gemeindebau: "Da waren alle munter und haben beim Fenster zum Hof runtergeschaut. Da waren riesige Flammen bis zur Wohnung im Halbstock."

Metallteile geschmolzen
Wie sehr das Feuer gewütet hat, zeigen die Spuren an der Fassade und am Aufzugsschacht. Der Dämmstoff ist binnen Sekunden verbrannt, Metallteile zur Befestigung der Isolierung sind geschmolzen. Die Hausmauer ist kohlrabenschwarz. Der Rauch ist bis in die unterste Wohnung durchgedrungen.

Glas geborsten

Auch der Lift wurde beschädigt. Das Panzerglas ist zum Teil geborsten. Frank: "Wir wissen auch nicht, wie der Feuerteufel in den Innenhof gelangt ist. Feuerwehrleute haben mir gesagt, dass der Täter ein Zusatzmittel verwendet, damit es schneller brennt."
Oberst Gerhard Bauer, Chef der Landstraßer Polizei, ist sich sicher, dass der Feuerteufel bald gefasst wird. Die Beamten haben diesen Täter besonders im Visier. Denn der Unbekannte treibt sein Unwesen vor allem im Reisnerviertel. Auch ein anderer Papiercontainer in der Strohgasse musste bereits gelöscht werden. Und auch in der Nähe der Marokkanerkaserne, wo die Polizei stationiert ist, sind Reste von Brandherden zu sehen. Bevorzugte Anschlagsziele sind auch dort Altpapiercontainer, die auf offener Straße stehen.
Johann Frank: "Wir hoffen alle, dass der Feuerteufel bald geschnappt wird. Sonst steht womöglich ein ganzes Haus in Flammen und dann geht’s um Menschenleben." Nicht einmal sein Hund "Many" hat in der Nacht des Brandanschlages wegen verdächtiger Geräusche "Laut gegeben".

Täter kennt Gegend
Der Täter, der meist nachts zwischen 2 und 4 Uhr zuschlägt, dürfte seine Ziele gut kennen. Denn gerade im Gemeindebau Strohgasse gehen nicht wenige mit ihrem Hund in der Nacht Gassi.
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